Burg l „Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt“, heißt ein chinesisches Sprichwort. Am Burger Bahnhof können durch die Anbindung an Berlin viele große Reisen beginnen. Mit Fahrstühlen ist er sogar in Sachsen Barrierefreiheit besser ausgestattet als sein Pendant in der Nachbarkreisstadt Stendal, die sogar ICE-Halt ist.

Doch auch am Burger Bahnhof gibt es Verbesserungswürdiges. So gibt es zwar auf dem Bahnhofsvorplatz es ein Toilettenhaus, auf dem Bahnhof aber keinen einzigen Hinweis darauf. Reisende müssen sich durchfragen, um das Örtchen zu finden. Die Volksstimme-Nachfrage bei der Bahn ergab, dass es dort noch nie eine Nachfrage oder einen Hinweis auf die fehlende Beschilderung gegeben habe. „Das Empfangsgebäude wird durch die Wobau der Stadt bewirtschaftet“, sah Sprecherin Erika Porschke-Frost die DB auch nicht in der Verantwortung. Die anderen Hinweise, etwa auf den Taxistand oder den Fahrstuhl, sind aber eben auf Schildern der Bahn zu finden.

Modernisierung der Anzeige geplant

Während hochmoderne Züge durch den Bahnhof rollen, stammt die Zuganzeige an den Bahnsteigen noch aus alten Tagen, funktioniert mit der Blättertechnik. Doch das hat die Bahn bereits auf ihrem Plan. „In Burg wird der Austausch der Fahrgastinformationsanlage auf einen Dynamischen Schriftanzeiger erfolgen“, kündigte die Bahnsprecherin an.. Der Austausch sei bereits auf den Weg gebracht worden, ein genauer Termin für die Montage stehe allerdings noch nicht fest. An den Dynamischen Schriftanzeigern sind die Zugverbindungen durch eine LED-Laufschrift abzulesen. Dort werden auch Störungen angegeben.

Bilder

Unterschiedlicher Meinung sind die Bahnsprecherin und von der Volksstimme befragte Fahrgäste beim Thema Sauberkeit. Während die Bahnreisenden durchaus Kritik übten, kam Poschke-Frost zu der Einschätzung: „Die Verkehrsstation ist sauber“.

Mit Magdeburger Bahnhof ebenbürtig

Der Burger Halt ist ein Bahnhof der Kategorie 4, ist damit den Magdeburger Bahnhöfen Buckau und Neustadt oder auch Merseburg ebenbürtig. Der Kategorie 4 werden etwa 630 Stationen in Deutschland zugeordnet, früher wurden sie als hoch frequentierter Nahverkehrssystemhalt oder Nahverkehrsknoten bezeichnet, heute richten sie sich zumeist an Pendler – wie in Burg.