Loburg l Nicht, dass der Storchenhof Winterpause gehabt hätte. Im Gegenteil, der Storchenhof hat ganzjährig für seine Besucher geöffnet. Aber wenn ein Großteil der Störche im Winterurlaub ist, bleiben auch die Besucherscharen in der Chausseestraße aus. Und so bleibt für die Mitarbeiter doch etwas mehr Zeit für all das Handwerk, bei dem nicht so laut geklappert wird. Da sind zum Beispiel die Arbeiten an dem benachbarten Gaststättengebäude, welches der Verein im vergangenen Jahr erworben hatte, um es für die Vereinsarbeit zu nutzen, erklärt Michael Kaatz. Auch gilt es, sich um die Finanzierung für weitere Projekte zu kümmen. Der Loburger Ornithologe und sein Team unterstützen auch andere Bundesländer bei der Ausstattung von Störchen mit den Mini-Sendern, die Aufschluss über Standort und Reiseroute der Adebare liefern.

Zuerst kommen "Westzieher"

Anhand dieser Technik wissen die Loburger Storchenhelfer auch, dass allmählich mit den ersten Rückkehrern aus dem Süden zu rechnen ist. Die so genannten „Westzieher“, die über die iberische Halbinsel in Richtung Süden ziehen, werden bereits Ende Februar oder Anfang März zurückerwartet.

Dazu zählen etwa „Jonas“ und „Novi“, jenes Pärchen, das der Stadt Loburg am treuesten ist. Seit 15 Jahren kommen sie schon in die Ehlestadt. Ihr aktuelles Heim ist der Horst an der Tankstelle am Münchentor. Westzieher ist auch „Magnus“.

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Ob der in diesem Jahr seine „Agatha“ wiedersieht? Im zurückliegenden Jahr 2017 war sie nicht nach Loburg gekommen, so Vater und Sohn Kaatz. „Es ist nicht auszuschließen, dass sie wiederkommt“, so Christoph Kaatz.

Die Ostzieher, die den Weg über den nahen Osten wählen, werden erst Ende März erwartet.

Schwarzstörche in Pflege

Den Winter auf dem Storchenhof verbracht haben zwei Schwarzstörche, die in der freien Natur eher selten zu erblicken sind. „Damit haben wir seit Jahren mal wieder Schwarzstörche auf dem Hof“, sagt Storchenvater Christoph Kaatz.

Von den beiden Gästen aus Sachsen fiel einer durch sein zutrauliches Verhalten auf, der andere hat einen hängenden Flügel. Christoph und Michael Kaatz hoffen, die beiden jungen Großvögel sowie einen weiteren Weißstorch Ende April oder Anfang Mai auswildern zu können.