Feuerwehr

Wehr und Dorf eng verwoben

Zu zwei Bränden, zwei technischen Hilfeleistungen und einem Katastrophenschutz-Einsatz rückte die Freiwillige Ortsfeuerwehr Körbelitz 2016 Jahr aus.

Von Thomas Rauwald

Körbelitz l Die Tischreihen im Körbelitzer Feuerwehrgerätehaus sind gelichtet. Auch der Leiter der Ortsfeuerwehr Michael Klug ist nicht vor Ort. Guido Steffen, sein Stellvertreter, hat zur Eröffnung der Jahreshauptversammlung eine Reihe von der Grippe gepeinigten Wehrmitglieder zu beklagen. Er wünscht ihnen gute Besserung und den Anwesenden nach der Jahreshauptversammlung einen schönen Kameradschaftsabend.

Guido Steffen hat schon im Vorjahr von der engen Verbindungen zwischen Feuerwehr und Dorf gesprochen. Daran hat sich nichts geändert. 22 Mitglieder zählt die aktive Einsatzabteilung. Insgesamt hat die Freiwillige Ortsfeuerwehr Körbelitz stattliche 67 Mitglieder. Das bedeutet: Jeder sechste Körbelitzer ist Mitglied der Feuerwehr. Jedem Einwohner ist sichtbar, dass Dorf Feuerwehr und Feuerwehr Dorf ist. Jedes Fest und jede größere Veranstaltung ist ohne die Kameraden undenkbar.

Doch das Kerngeschäft der Feuerwehr besteht im Löschen, Retten und Bergen. Hier können die Körbelitzer ebenfalls mit einer guten Bilanz aufwarten. Alle Einsätze sind mit Erfolg abgeschlossen worden. Die Kameraden konnten ohne Unfälle und körperliche Schäden ins Gerätehaus zurück kehren. Das hohe fachliche Wissen und die praktischen Erfahrungen sind das Ergebnis einer umfangreichen Ausbildung, sagt Guido Steffen. Jeder leiste hier weit mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 40 Stunden.

Guido Steffen bedankte sich ausdrücklich und herzlich für die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, dem Ortschaftsrat, für die komplikationslose Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung und die schnelle Hilfe durch Ortsbürgermeister und Gemeindebürgermeister. Auf dieser Basis werde es gelingen, die Wehren weiter mit der notwendigen Technik auszustatten und auch den Ausbau des Körbelitzer Gerätehauses zu stemmen. Eine zuverlässige Arbeit der Kameraden sei aber nur gesichert, wenn man körperlich und geistig dazu noch in der Lage sei. Vehement wandte sich Steffen gegen die Absicht der Politik, das Einsatzalter für die aktiven Kameraden auf 67 Jahre zu erhöhen. „Das ist für mich abstrus.“

Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner und Gemeindebürgermeister Bernd Köppen sprachen den Kameraden ihren Dank für die Einsatzbereitschaft aus. Sie schlossen darin ausdrücklich die Ehepartner mit ein, die dieses zeitaufwändige ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute mit ermöglichen. Der Haushalt 2017 sehe keine Reduzierungen der Ausgaben für die Feuerwehr vor, versichert Köppen.

Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner blickte ebenfalls auf das Einsatzjahr zurück und konstatierte, dass die Körbelitzer Wehr mehr noch als bisher in das Alarmierungssystem eingebunden werden wird. Das schließt auch unterstützende Alarmierungen bei Rettungseinsätzen auf der Autobahn ein. Auf Körbelitz würden auch die anderen Wehren der Gemeinde bauen, motiviert der Gemeindewehrleiter die Kameraden.