Burg l„Es ist ein tückischer Winter in diesem Jahr“, sagt Horst Pötter, Leiter des städtischen Bauhofes. Denn obwohl es bisher nur selten geschneit hat und recht milde Temperaturen herrschten, kam es oft zu Glatteis. Dafür haben die Mitarbeiter gefüllte Lager und zahlreiche Maschinen parat.

Sand, Splitt, Salz und Magnesiumlösung lagern an der Grabower Landstraße. Sie kommen je nach Wetterlage zum Einsatz. „In dieser Wintersaison haben wir bisher 20 Tonnen Sand und 15 Tonnen Split verbraucht. Das ist sehr wenig“, so Horst Pötter. Insgesamt 150 Tonnen hat die Stadt auf Lager und füllt diese regelmäßig auf. Doch in diesem Jahr bleiben die tonnenschweren Vorräte fast unberührt. „Wir hatten ja im Prinzip noch gar keinen Winter“, so Pötter. Trotzdem zeige die Erfahrung der Mitarbeiter, die schon etliche Wintermonate durchgestanden haben, dass es auch im Februar und März noch schneien kann.

Tückischer Winter

Doch die Jahreszeit zeigt sich äußerst tückisch – mal ist es spiegelglatt, mal gefriert die Straße blitzartig. „Wir wissen manchmal gar nicht, was wir noch machen sollen“, sagt Pötter. „Man kann das Wetter in diesem Jahr so schlecht einschätzen.“ Außerdem sei jede Straße anders beschaffen – manch eine Kreuzung im Stadtgebiet hat sich schon zur gefährlichen Piste entwickelt, während an anderen Ecken alles beim Alten bleibt.

Doch wie funktioniert die Maschinerie im Schneefall? Erst einmal heißt es für die Mitarbeiter: Abwarten. „Solange Schnee fällt, brauchen wir keinen Winterdienst fahren“, sagt der Bauhofleiter. Fährt ein Mitarbeiter bei Schneefall eine Schleife, schneit hinter ihm alles wieder zu – doppelte Arbeit.

Burgs enge Gassen als Schwierigkeit

Nach dem Schneefall unternimmt der jeweilige Leiter der Bereitschaftsgruppe eine nächtliche Kontrollfahrt – zumindest bei Temperaturen um die null Grad Celsius. Im Schnee- und Glättefall koordiniert er anschließend den Einsatz der Kollegen.

Rücken die Mitarbeiter aus, werden zuerst die Hauptverkehrsstraßen wie die August-Bebel-Straße, die Zibbeklebener Straße oder die Alte Kaserne geräumt und mit Salz bestreut. Ebenfalls werden die Strecken von Buslinien verstärkt geräumt. Danach sind kleinere Straßen an der Reihe. Die Fahrer müssen hochkonzentriert arbeiten, denn Burgs enge Gassen sind für die breiten Räumfahrzeuge eine Schwierigkeit.