Burg/Möckern (mk/tp) l Die Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere haben im Jerichower Land eine neue Dimension erreicht: In der Nacht zum Sonntag wurde auf einer Weide bei Möckern eine tragende, rund 500 Kilogramm schwere Stute mit einem Kehlbiss getötet. Der Schaden beläuft sich nach Angaben des Tierhalters aus Mangelsdorf (Jerichow) auf mehrere Tausend Euro. Auch ein mit Strom umspannter, 1,20 Meter hoher Zaun hat die Wölfe nicht abgehalten, ihren Hunger zu stillen.

Angesichts dieses Übergriffes und eines weiteren in Tucheim bei Genthin, bei dem am Wochenende sechs Schafe gerissen wurden, fordern Jägerschaften und Kommunalpolitiker mindestens die Bejagung von so genannten Problemtieren. „Vor allem die Region Genthin entwickelt sich immer mehr zu einem Hotspot“, sagte der Vorsitzende der Jägerschaft, Mathias Holzberger. Mittlerweile würden längst nicht mehr alle Risse gemeldet, weil ohnehin keine Aussichten auf Entschädigungen bestünden, da die Hürden dafür zu hoch seien. Kreisjägermeister Hartmut Meyer verwies am Montag darauf, dass die Wolfsübergriffe im Jerichower Land überproportional hoch seien. „So kann es nicht weitergehen.“

Landrat Steffen Burchhardt (SPD) sieht das Land in der Pflicht. „Jetzt muss gehandelt werden“, forderte er.

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