Parchau/Zabakuck l Seit zehn Jahren hat Michael Wathge auf dem Campingplatz am Parchauer See den Hut auf und bis heute einige Ideen umgesetzt, wie zum Beispiel die Fasshäuser. Seine neuesten Errungenschaften sind ein großer Bus und eine Bar. „Das Café nebenan schließt um 17 Uhr. Damit die Gäste auch danach noch etwas essen und trinken können, haben wir jetzt die Bar“, so Wathge. Geöffnet ist die Bar für Parchauer und Camper jeden Tag von 17 bis 21 Uhr. Auf selbstgebauten Paletten-Bänken können die Gäste aus dem Ort und vom Platz zusammenrücken. „Das ist wie in einem Hochhaus: Man wohnt nebeneinander, weiß aber wenig voneinander“, so Wathge. Eine gute Gelegenheit also, neue Kontakte zu knüpfen. Geleitet wird die neue Bar von Katharina Kunze. „Sie war eigentlich Dauercamperin und hat einen Job gesucht. Mittlerweile kümmern wir uns bereits vier Jahre zusammen um den Platz“, so Wathge.

Das Gelände ist 80.000 Quadratmeter groß und liegt direkt am Parchauer See. „Für den Strand haben unsere Besucher einen eigenen Schlüssel, damit sie jederzeit ungestört dort sein können“, so der Inhaber.

Sehr hundefreundlicher Campingplatz

Etwa 300 Menschen wohnen innerhalb der Saison von Mai bis Ende August auf dem Platz.

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75 Grundstücke sind an Dauercamper verpachtet. Ein besonderes Merkmal des Platzes ist die Auszeichnung als „hundefreundlichster Campingplatz in Sachsen Anhalt“. „Wir haben einen Hundespielplatz, auf dem sich die Tiere ordentlich austoben können“, so Wathge.

Camper aus Stendal, Wernigerode und Köthen

Die Gäste des Campingplatzes kommen hauptsächlich aus dem näheren Umkreis. Einige Gäste auch aus Stendal, Wernigerode oder Köthen. Da der Platz am Elberadweg liegt, lockt er auch Camper mit Fahrrädern an. „Die Radfahrer campen meistens mit Zelt, inzwischen gibt es aber auch immer mehr Menschen, die mit dem Wohnwagen in den Campingurlaub fahren“, so Wathge.

Campingfässer gibt es auch am Zabakucker See. Der Campingplatz dort ist wie der Parchauer bei Dauercampern und Tagesgästen beliebt. „Es geht aufwärts“, sagt die Geschäftsführerin des Touristenzentrums am Zabakucker See, Bärbel Höschel. 1828 Kurzcamper habe sie allein im Juli gezählt; das seien rund 500 mehr als im Vorjahr und der Juli dadurch komplett ausgebucht gewesen. Das habe zum einen natürlich an der Ferienzeit und dem hervorragenden Urlaubswetter gelegen. Zum anderen nennt sie aber auch die Vorzüge, die der See und der Campingplatz mit seinen Zeltmöglichkeiten, Bungalows, Campingfässern, Ferienwohnungen und Wohnwagenstellplätzen zu bieten hat. Das Gewässer würde durch seine hervorragende Wasserqualität nicht nur Badegäste, sondern auch Taucher und Angler anlocken. Zudem sorgt die Genthiner Ortsgruppe der DLRG während der Badesaison für Sicherheit am und im Gewässer.

Wieder Essen vom Kiosk

Die Stadt Jerichow, die das Touristenzentrum als Tochtergesellschaft betreibt, habe zudem viel investiert. Der Kiosk ist wieder in Betrieb, der Strand wurde in diesem Jahr mit neuem Sand aufgefüllt und es gibt einen eigens angelegten Hundestrand, hebt Bärbel Höschel hervor.