Biederitz l Auf und an den Bahngleisen in Biederitz haben sich am Montag Schafe aufgehalten. Sofort wurde angewiesen, dass die Züge in diesem Bereich langsam fahren sollten, um einen Zusammenprall mit den Tieren zu vermeiden. Die Streife der Bundespolizei stellte wenige Minuten später fest, dass das Gatter der Herde offenstand. Das Ordnungsamt forderte den Schäfer auf, die Tiere wieder in Sicherheit zu bringen. Es gelang, alle Schafe unversehrt von den Gleisen zu holen. Knapp eine Stunde später konnten die Züge wieder mit der üblichen Geschwindigkeit die Bahnstrecke passieren. Es entstanden bei sechs Zügen Verspätungen von insgesamt 81 Minuten.

Gefährdung des Bahnverkehrs

Aufgrund des Vorfalls weist die Bundespolizei erneut auf die Gefahren hin, die von Tieren im Gleis ausgehen. Es kann zu einer erheblichen Gefährdung des Bahnverkehrs kommen. Im Fall einer Kollision eines Zuges mit einem Tier drohen massive Sachschäden an der Bahn selbst und an den Gleisen. Schlimmstenfalls muss man mit einer Entgleisung der Bahn rechnen, wobei dann auch die Gesundheit der Zuginsassen gefährdet ist. In diesen Fällen wird durch die Bundespolizei stets geprüft, ob dem Halter der Tiere schuldhaftes oder auch fahrlässiges Verhalten vorgeworfen werden muss. Wird einem Halter ein solches Fehlverhalten nachgewiesen, kann er für eventuell Personenschäden, Sachschäden an dem Zug sowie Zugverspätungen haftbar gemacht werden.