Kalbe l „So ein Highlight gibt es in Trier nicht“, brachte Markus Lüttge es auf den Punkt. Der gebürtige Kalbenser war über Weihnachten aus Süddeutschland zu Gast in der Heimat und an Heiligabend einer von hunderten Zuhörern beim Turmblasen an der Kalbenser Burg. Eine ähnlich weite Anreise hatte sein Bruder Markus Lüttge aus Herxheim in der Pfalz auf sich genommen, um tatsächlich das erste Mal überhaupt beim Turmblasen in Kalbe dabei zu sein. Auf jeden Fall genossen die beiden Herren zusammen mit Petra Schulz aus Wiesbaden die Atmosphäre und natürlich den Glühwein.

Zehn Glühweinkocher

Dass es davon genügend gab, dafür sorgten unter anderem Sylke Dannies und Jens-Oliver Schulze. Insgesamt zehn Glühweinkocher nennen sie mittlerweile ihr eigen. Und die werden seit ungefähr zehn Jahren und an zwei Ständen alljährlich zum Turmblasen in Betrieb genommen. Die werden auch gebraucht. Denn obwohl am Heiligabend keineswegs winterliche Temperaturen herrschten – der Becher Glühwein gehört zum Turmblasen einfach dazu. Ob Glühwein oder Apfelpunsch, ob mit oder ohne Schuss – für die Musiker in luftiger Höhe auf dem Turm spielte das zunächst keine Rolle. Die Packebuscher Blasmusikanten Marko Tarras, Gunnar Hartkopf, Jürgen Hottowitz, Frank Gerke, Anne-Marie Schulz und Axel Egger eröffneten passenderweise mit dem Lied „Alle Jahre wieder“.

Nach und nach gingen die Akkorde allerdings im Stimmengewirr der stetig wachsenden Zahl an Gästen ein wenig unter. „Vorn an der Straße hört man die Musik aber sehr gut“, versicherte Iris Wilkening, deren Weihnachtsmannmütze im Takt der Melodie „Jingle bells“ hin und her wackelte. Ähnlich gut behütet waren auch noch andere Familienmitglieder. Was Michaela und Ronald Tarras und auch den kleinen Mio zu knallroten Farbtupfern und weihnachtlichen Hinguckern machte.

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