Gardelegen (gb) l Noch ist sie gar nicht offiziell geöffnet, dennoch nutzten viele Gardeleger bereits am Mittwochabend die Möglichkeit, sich in der Nikolaikirche die Wanderausstellung „Zwischen Harz und Heide – Todesmärsche und Räumungstransporte 1945“ anzuschauen. Dass die beeindruckenden Exponate der beiden Gedenkstätten Bergen-Belsen und Mittelbau-Dora derzeit in Gardelegen zu sehen sind, ist Andreas Froese-Karow, Leiter der Gardeleger Gedenkstätte Isenschnibbe, zu verdanken. Er hatte die Wanderausstellung nach Gardelegen geholt und begrüßte am Mittwoch die ersten Ausstellungsbesucher. Dass vor der Eröffnung am heutigen Freitag schon eine Besichtigung möglich wurde, war ebenfalls seine Idee, da die um 11 Uhr beginne, eine Zeit, „die für viele, die arbeiten müssen, nicht zu schaffen ist“.

Zu dem offiziellen Anlass werden die Organisatoren der Ausstellung, nämlich Dr. Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, und Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, eine thematische Einführung vornehmen. Begrüßt werden die Gäste morgen schließlich neben Andreas Froese-Karow auch von Dr. Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, sowie von Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig, die sich am Mittwoch bereits einen Eindruck verschaffte und sich „sehr beeindruckt“ von der Ausstellung zeigte.

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