Gardelegen l Es eines von der derzeit mehreren Großprojekten der Gardeleger Wobau – und auch von außen sind die Arbeiten dort inzwischen zu sehen. Das Gebäude Sandstraße 9, wo bis vor einigen Jahren die Kreisvolkshochschule ihren Sitz hatte, wird derzeit saniert.

Einige Wohnungen bis zu 100 Quadratmeter

Insgesamt entstehen dort acht Wohnungen, vier im vorderen Haus, vier im hinteren. Im Vorderhaus werden es kleinere Wohnungen sein, im Hinterhaus welche mit einer Größe bis zu 100 Quadratmetern. „Es ist eine der besten Lagen der Stadt, besonders die Wohnungen hinten“, sagt Wobau-Geschäftsführer Wolfgang Oelze. „Hinten der Wall, vorne die Innenstadt. Besser geht es nicht“, so der Geschäftsführer. Alle acht Wohnungen erhalten Terrasse beziehungsweise Balkon.

Zurzeit ist das Haus von der Sandstraße aus eingerüstet, die Fassade bereitet Probleme. „Die ist ziemlich haltlos“, schildert Oelze. Das Vorderhaus sei insgesamt in einem schlechten Zustand, „da ist Schwamm von oben bis unten drin“. Zunächst sind Sicherungsmaßnahmen geplant, danach müsse ein Prüfstatiker entscheiden, wie es weitergehe mit den Arbeiten. Auch die Kellerdeckenträger seien nicht im besten Zustand. Die Wobau habe bereits mit hohen Kosten für das Haus gerechnet, betonte Oelze. Rund 1,8 Millionen Euro sind für die Sanierung veranschlagt. Die Sandstraße 9 ist für die Wobau ein Langzeitprojekt, es gehört zum denkmalgeschützten Innenstadtbereich und ist auch ein Einzeldenkmal. Vier Jahre dauerte es, ehe eine Abrissgenehmigung für das Mittelgebäude auf dem Hof vorlag. „Ein Gebäude, das ständig im Umbruch war“, so Oelze. Einst war es ein Tischlerwerkstatt, ganz zum Schluss eine Lehrküche. Die Wobau plant, den Hof mit Grünflächen, acht Parkplätzen und Abstellfläche für Mülltonnen zu gestalten. Und es wird einen eigenen Brückenzugang zum Wall geben.

1000 Kubikmeter Schutt entsorgt

Aus dem Hof wurden insgesamt 1000 Kubikmeter Schutt getragen, „alles durch die kleine Hofdurchfahrt“, verdeutlicht Oelze. Insgesamt wird eine Wohnfläche von 560 Quadratmetern entstehen. 2018 sollen die Arbeiten beendet werden. Und wer dort dann einzieht, hat Stadt und Land – vorne die Innenstadt, hinten grüne Idylle.