Gardelegen l Bislang gab es noch die Hoffnung, dass die größte Fete der Stadt auch in diesem Jahr stattfinden kann. Nun ist es amtlich: Seit gestern ist das Hansefest in Gardelegen offiziell abgesagt: Nach Inkrafttreten der neuen Eindämmungsverordnung des Landes, die am Donnerstag erlassen wurde, dürfen Großveranstaltungen bis Ende Oktober nicht stattfinden. Darunter falle auch das Hansefest, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Der Termin fällt in diesen Zeitraum. Geplant war die dreitägige Stadtparty vom 18. bis zum 20. September. Es darf also nicht gefeiert werden.

Facebook-Nutzer wussten es wohl als erste. Bürgermeisterin Mandy Schumacher hatte die Nachricht gestern Vormittag gepostet – samt traurigem Smiley-Gesicht, aber mit den Trostworten: „Dafür lassen wir es dann im nächsten Jahr richtig krachen!“ Natürlich sei sie auch persönlich sehr traurig über die Entscheidung, betont Schumacher gestern im Gespräch mit der Volksstimme. „Vor allem, weil es mit dem neuen Konzept in den vergangenen zwei Jahren richtig schön war.“

Gesundheit ist wichtiger

Seit 2018 wird das Fest von der Stadt und der Veranstaltungsagentur Christian Lübeck aus Rostock organisiert. Seither gibt es auch den freien Eintritt. Das kommt gut an bei den Gardelegenern und ihren Gästen. Auch für die Ausrichtung hatte es viel Lob gegeben, in den vergangenen beiden Jahren. Nachdem die neue Verordnung des Landes auf dem Tisch lag, sei jedoch klar gewesen, dass die Entscheidung fallen muss, so Schumacher. „Es ist ja eher davon auszugehen, dass der Zeitraum noch verlängert wird. Verkürzt wird er sicherlich nicht.“ Die Gesundheit gehe vor.

Gemeinsam mit Christian Lübeck blicke man nun zuversichtlich auf das nächste Jahr, „um mit tollen Musik-Act´s, Schaustellern, Händlern, Kunsthandwerkern und viel Spektakel das Hansefest nachzuholen“. Dank gehe an die Sponsoren, Medienpartner, Unterstützer und Helfer im Hintergrund, betont die Stadtchefin.  Veranstalter Christian Lübeck, der mit der Planung bereits etliche Kosten hatte, werde man übrigens nicht im Regen stehen lassen, versicherte Schuhmacher. Die Branche sei finanziell ohnehin schon sehr stark gebeutelt. Er solle deshalb eine Ausgleichszahlung erhalten.