Letzlingen l „Einen Schönheitspreis kann man damit nicht gewinnen, aber die Anwohner sind zufrieden. Der Splitt ist runter. Es staubt auch nicht mehr so sehr.“ Kurz und knapp lautete der Abschlussbericht von Ortsbürgermeisterin Regina Lessing zum Projekt Salchauer Straße in Letzlingen. Ein Projekt, das schon eine längere Vorgeschichte hat. Konkret ging es um die Erneuerung von Nebenanlagen. In diesem Rahmen wollte der Wasserverband Trink- und Schmutzwasserleitungen erneuern und die Avacon Stromleitungen in die Erde legen. Im Gespräch war dieses Vorhaben schon 2014, erneut 2015. 2016 fand es dann Aufnahme im Haushaltsplan der Stadt, immerhin knapp 280.000 Euro. Im August des gleichen Jahres traf in der Verwaltung auch ein Fördermittelbescheid für das Vorhaben ein (140.000 Euro). Gebaut wurde aber nicht mehr. Man wollte eine Winterbaustelle vermeiden.

Förderbescheid im August 2106

Mitte März 2017 wurden dann die Letzlinger im Rahmen einer Einwohnerversammlung über das Bauvorhaben informiert. Am 7. Juni 2017 war der offizielle Baubeginn. Im Oktober sollte alles fertig sein. Gebaut wurde dann bis April dieses Jahres. Danach folgten noch diverse Mängelbeseitigungen. Richtig fertig wurde die Straße allerdings erst vor kurzem, nachdem ein Großteil des aufgetragenen Splitts wieder runtergekehrt worden war.

Der zuviel aufgebrachte Splitt war es dann auch, der die Anwohner der Salchauer Straße so richtig verärgerte. Viele Beschwerden hatte es gegeben, bestätigte denn auch Ortsbürgermeisterin Regina Lessing. „Die Anwohner haben sich zu Recht über die Wellblechallee aufgeregt“, so Lessing. Durch den Autoverkehr sei der viele Splitt aufgewirbelt worden. Die Steinchen landeten rechts und links auf den Grundstücke. „Wenn es einen Starkregen gegeben hätte, dann wäre der Splitt in die Kanalisation gespült worden, und dann hätten wir erst recht den Sch... an der Backe gehabt“, betonte Lessing.

In dieser Baustelle sei vermutlich von Anfang an der Wurm drin gewesen. Geplant war nur die Erneuerung der Schmutz- und Trinkwasserleitungen und der Nebenanlagen mit Straßenbeleuchtung. Der eigentliche Straßenkörper sollte nicht angefasst werden. Allerdings hätten die Leitungen nicht immer dort gelegen, wo sie laut entsprechender Zeichnungen und Planungsunterlagen hätten liegen müssen, so dass wesentlich größere Straßenbereiche aufgerissen werden mussten als geplant. Die Avacon habe dann auch noch gebuddelt.

„Die Straße sah aus wie ein Flickenteppich, besonders am Einmündungsbereich zur B 71“, so Lessing. Da sich die Bauphase mit vielen Baupausen so lange hingezogen hatte – „das war schon eine Belastung für die Anwohner“ – hatte sich die zuständige Baufirma bereiterklärt, auf eigene Kosten eine dünne Teerschicht aufzutragen. „Als Entschädigung für die lange Bauzeit“, bestätigte auch Daniel Langer vom städtischen Bauamt.

Alles war dann auch schick und gut, bis der Splitt kam. Doch auch der wurde nun wieder beseitigt, so dass das Bauprojekt Salchauer Straße nun doch noch ein gutes Ende genommen hat. Lessing: „Es sieht jetzt glatt und sauber aus.“