Neubau

Beese: Noch 2021 soll Verkehr über neue Brücke rollen

Der Untergrund der Beeser Biese-Brücke ist als setzungsempfindlich eingestuft worden. Deshalb müssen im Zuge des aktuellen Neubaus, der gleich neben dem derzeitigen Straßenkörper der Landesstraße 15 erfolgt, entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Von Malte Schmidt
Der Brückenbau in Beese liegt trotz des schwierigen Bauuntergrundes im Zeitplan.
Der Brückenbau in Beese liegt trotz des schwierigen Bauuntergrundes im Zeitplan. Foto: Malte Schmidt

Beese - Anfang Oktober 2020 haben in Beese die Arbeiten am Großprojekt Biese-Brücke begonnen, direkt an der Grenze zwischen dem Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel. Neben den Gründungsarbeiten, einer Rodung, bei der einige Bäume weichen mussten, archäologischen Voruntersuchungen, bei denen sich am Ende kein Hinweis auf geschichtliches Material ergab, stand auch das Einbringen von Spundwänden auf dem Aufgabenzettel der zuständigen Firma.

„Außerdem kam Unterwasserbeton zum Einsatz“, da dieser beim Bau von Brückenpfeilern in Flüssen notwendig sei, erklärte Manfred Krüger, der Regionalbereichsleiter des Landesstraßenbaubetriebes. Dieser ist zuständig, da die Brücke Bestandteil der Landesstraße 15 ist.

Einsatz von Unterwasserbeton

Krüger erklärte, dass der Untergrund der Brücke setzungsempfindlich sei. Doch welche Auswirkungen hat das? Keine, wie der Regionalbereichsleiter einschätzte. So sei der Straßenbau in der zurückliegenden Woche soweit vorangebracht worden, dass der Dammkörper, der benötigt werde, um das Höhenniveau der Brücke zu erreichen, vorgeschüttet werden konnte. Da der Boden jedoch, wie erwähnt, setzungsanfällig sei, sei der Straßendamm zirka zwei Meter überschüttet worden. „Diese Überschüttung dient der Konsolidierung des Dammkörpers, um die Setzungen im Vorfeld weitestgehend abklingen zu lassen“, so Krüger. Nach einer Liegezeit von etwa drei Monaten werde bis auf die tatsächlich erforderliche Dammhöhe zurückgebaut. Eine Verlängerung des Bauvorhabens habe dies nicht zur Folge.

Neben den bereits genannten Arbeiten sind die zuständigen Firmen vor Ort noch mit weiteren Tätigkeiten beschäftigt. „Derzeit laufen die Arbeiten zur Herstellung des Traggerüstes.“ In dieser Woche sollen dann die Schalarbeiten für den Überbau beginnen, in der 21. Kalenderwoche werde hingegen die Bewehrung für die Überbauplatte verlegt, beschreibt Krüger den weiteren Verlauf. Die abschließende Betonage des Überbaus werde dann aller Voraussicht nach Ende Mai erfolgen.

2019 schon einmal ähnliche Maßnahme

Die Arbeiten am Ersatzneubau der Biese-Brücke sollen im November/Dezember 2021 abgeschlossen sein. „Das hängt natürlich von der Witterung ab, aber auch von der Entwicklung der Corona-Pandemie“, betont Manfred Krüger. Insgesamt investiert das Land 2,1 Millionen in das Bauvorhaben.

2019 hatte es schon einmal eine ähnliche Maßnahme, ebenfalls ein Millionenprojekt des Landes, gegeben. Da nämlich war die Umfluter-Brücke in Beese erneuert worden und hatte eine längere Umleitung des Straßenverkehrs mit sich gebracht.

Die wird es auch im jetzigen Fall noch einmal geben. Dann nämlich, wenn der Straßenkörper an den Ersatzneubau angepasst wird. In dieser Zeit müssen Fahrzeugführer dann einen Umweg über Packebusch, Hagenau, Biesenthal, Späningen und Meßdorf in Kauf nehmen.