Kalbe l Vor zahlreichen Häusern in der Altstadt saßen die Bewohner entspannt mit Nachbarn und anderen Besuchern auf den verschiedensten Sitzmöbeln zusammen, plauderten, aßen einen Happen und tranken auch das eine oder andere Gläschen Bier oder Wein. An der Gardelegener Straße gab es innerhalb weniger Meter gleich drei Stationen, eine beispielsweise vor dem Haus von Nicole und Marko Kühnel. Sie hatten, wie sie erzählten, ganz spontan entschieden mitzumachen und dafür schon mal alle Campingmöbel, die sie in dieser Woche für ihren Urlaub benötigen, zusammengesucht. „Wir können sie jetzt gleich auf ihre Haltbarkeit testen“, lachten beide. Zudem hatten sie eine große, blaue Kunststoffmuschel mit Wasser gefüllt, in der jeder Gast seine Füße kühlen konnte. Denn die Temperaturen waren auch am Abend noch nicht unter die 30-Grad-Marke gerutscht.

So eine Erfrischung hätte auch den Musikern des Spielmannszuges Wernstedt/Engersen gut getan, die bei ihrem Marsch durch die Altstadt für beste Unterhaltung sorgten – auch vor den „Ratsstuben“, wo ein Team des MDR live für die Sendung „Sachsen-Anhalt heute“ drehte und den Spielmannszug dafür natürlich in Szene setzte. Doch er musste weiter. Denn auch die Anwohner der Gerichtstraße sollten mit Musik erfreut werden. Und an dieser befand sich unter anderem wieder die Bank der Handarbeitsfrauen der Arbeiterwohlfahrt (Awo), die ihre verschiedensten Kreationen präsentierten sowie Schmalzstullen mit eingelegten Gurken als Wegzehrung anboten.

Sektflasche als Dankschön

In diesem Jahr werde es erstmalig keinen Wettbewerb um die schönste Bank geben, erklärte Corinna Köbele, Vorsitzende des Künstlerstadt-Vereins. Stattdessen erhalte jeder, der eine Bank vor die Tür stelle, eine Flasche Sekt als symbolisches Dankeschön vom Verein. Die meisten Flaschen wurden noch am selben Abend geleert.