Gardelegen l Ein Video-Streaming erleben ohne Wackler und Ladepausen auf dem Bildschirm oder störungsfreies Fernsehen per Internet. Möglich ist dies nur mit einem modernen Highspeed-Internetanschluss. In Ballungsgebieten ist dies selbstverständlich, für Bewohner in ländlichen Regionen ist dies aber meist noch nicht verfügbar. Und auch die Kernstadt Gardelegen verfügt noch nicht über ein solches Netz.

Dies könnte sich aber ändern. Die Avacon Connect bietet superschnelles Internet über Glasfaser direkt ins Haus an. Ausgebaut werden kann dieses Netz aber nur, wenn 40 Prozent der Haushalte im Ortsteil Gardelegen einen Vertrag mit der Avacon Connect abschließen. Bisher haben sich knapp 30 Prozent der Haushalte für einen solchen Glasfasernetz-Anschluss entschieden. „Jeder einzelne Bürger hat es also in der Hand, ob Gardelegen zur Highspeedzone wird“, sagt Michaela Fiedler. Vorgesehen ist, Glasfaser ins Haus zu bringen.

Anmeldefrist bis 30. September verlängert

Ursprünglich sollte die Anmeldefrist am 8. September enden. Nun verlängert das Unternehmen ihre Vermarktungsphase bis zum Monatsende, 30. September. Sonderkonditionen soll es auch für Interessenten aus Mehrfamilienhäusern, beispielsweise für Mieter eines Hauses mit der selben Adresse, geben. Bislang konnten sehr viele Besitzer von Einfamilienhäusern für das Glasfasernetz der Avacon gewonnen werden, so Detlef Gieselmann, Geschäftsführer der Avacon Connect.

Um im Bereich Internetanbindung auf modernsten Stand in die Zukunft zu gehen, brauche es die Glasfasertechnik der Avacon, machte Bürgermeisterin Mandy Schumacher beim gemeinsamen Pressegespräch mit Avacon Connect gestern deutlich: „Wir bekommen nur Glasfaser, wenn die Avacon das macht.“ Eine Anbindung über das Netz des Zweckverbandes Altmark ist für den Ortsteil Gardelegen aufgrund von Förderrichtlinien nicht vorgesehen, wie sie hinzufügte. Wenn auf diesem Wege kein Glasfaser in die Stadt komme, werde in Zukunft das Gardeleger Umland die Kernstadt in Sachen moderne, schnelle Internetverbindung abhängen. Was heute noch ausreiche, werde in zehn Jahren nicht mehr ausreichen. Fernsehen werde es dann ohne Satellitenschüssel geben, der Bereich Telemedizin werde wachsen. „Man darf die Augen nicht davor verschließen“, so Schumacher.

25 Anschlüsse für kommunale Objekte

Die Hansestadt Gardelegen selbst setzt auf den Glasfaserausbau der Avacon. Insgesamt sind 25 Breitbandanschlüsse für kommunale Gebäude vorgesehen, so für alle Schulen, Kitas und Horte, für Bibliothek, Museum, Rathaus, Haus II der Stadtverwaltung, Turnhallen, Feuerwehrgerätehaus, Wirtschaftshof, Freizeitoase, Sporthaus Rieselwiese und Salzwedeler Tor.

Sofern zum Monatsende genügend Anmeldungen vorliegen, könne im nächsten Jahr mit dem Ausbau begonnen werden. Ziel sei dann, den Großteil der Maßnahme noch 2020 abzuwickeln, zeigte sich Detlef Gieselmann zuversichtlich.