Thüritz l „Die Hoffnung ist das, was man braucht, um in der Realität nicht unterzugehen“, äußert Dieter Moll. Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet, hatte der Thüritzer nach seinem Hausbrand am 6. April. Von vielen Menschen erfährt er seitdem Unterstützung. Für diese „überwältigende Hilfe nach dem Hausbrand“ möchte er sich nun bedanken.

Ihn erreichen Geld- und Sachspenden, schrieb er. Freunde, Bekannte, Nachbarn und Angehörige der Familie unterstützen ihn tatkräftig. „Sie helfen mir, wieder Fuß zu fassen.“ So besorgten Nachbarn einen Bauwagen. In diesem lebt der 67-Jährige nun auf seinem Grundstück. Er hat vor, dort wieder ein Haus zu errichten. Diesmal möchte er sich ein Holzhaus bauen.

Neffe brachte Hilfsaktion ins Rollen

Spenden erreichten ihn auch von Leuten, die er gar nicht kennt. „Auf der Spendenliste taucht ein Name auf, der sagt mir gar nichts. Und diese Frau hat mir sogar 500 Euro gespendet“, zeigt sich Moll freudig erstaunt im Volksstimme-Gespräch. Zudem vermutet das Mitglied der Siebenten-Tags-Adventisten, dass auch Glaubensschwestern und -brüder für ihn spendeten. Er selbst sieht den Brand als eine Prüfung an.

Einen besonderen Dank für die erfahrene Hilfe spricht Dieter Moll seinem Neffen Sven Moll aus, der Organisator der Hilfsaktionen ist. Er rief unmittelbar nach dem Brand eine Spendenaktion ins Leben. „Ich selbst hätte das gar nicht gemacht“, sagt der Betroffene. Für einen Spendenaufruf sieht er sich als zu bescheiden, aber die positive Resonanz zeigt: „Man darf auch Hilfe annehmen.“ Weiteren Dank spricht er den „lieben Nachbarn Kitty und Janosch“ aus, den Familien Wille junior und Wille senior sowie den Kameraden der Feuerwehren, die vor Ort im Einsatz waren. „Es gibt Menschen, da ahnt man am Anfang gar nicht, wie tief sie einmal in deinem Herzen sitzen werden“, sagt Moll von der Hilfe gerührt. „Die Menschen haben also doch noch Mitgefühl“,fügt er hinzu. So viel Unterstützung habe er gar nicht erwartet.

Gesamtschaden belief sich auf 125.000 Euro

Das Feuer in seinem Fachwerkhaus brach am Vormittag des 6. April aus. Um 10.56 Uhr erfolgte die Alarmierung. Kameraden aus Kalbe, Zethlingen, Badel, Thüritz, Güssefeld, Jeggeleben und Zierau rückten aus. Der Gesamtschaden betrug 125.000 Euro. Was das Feuer nicht zerstörte, wurde durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen,

Gemeinsam mit seinen Eltern baute Moll das Haus in Thüritz Anfang der 1970er-Jahre auf. Es entstand aus drei abgerissenen Häusern. Fast zehn Jahre lang habe es gedauert, bis es fertig war, berichtet er.