Bauland

Eigenheimbau an Bismarker Straße in Gardelegen noch nicht möglich

Die Stadt Gardelegen wartet auf Ergebnisse der Bodenuntersuchung auf dem Gelände der ehemaligen Remonteschule an der Bismarker Straße. Dort soll Bauland entstehen.

Von Cornelia Ahlfeld
Auch Müllreste wurden an der Remonte gefunden, denn einst befand sich dort eine Kiesgrube, die damit verfüllt wurde.
Auch Müllreste wurden an der Remonte gefunden, denn einst befand sich dort eine Kiesgrube, die damit verfüllt wurde. Foto: Cornelia Ahlfeld

Gardelegen - Die Bodenuntersuchung auf dem Gelände der einstigen Remonteschule an der Bismarker Straße sei noch nicht komplett abgeschlossen. Von daher könnten auch noch keine Aussagen zum künftigen Bauuntergrund für Eigenheime getroffen werden, informierte Stadt-Bauamtsleiter Ottmar Wiesel auf Volksstimme-Anfrage.

Konkret geht es um das noch unbebaute Areal, das derzeit noch als Pferdeweide dient. Der erste und größere Teil der ehemaligen Remonteschule und späteren Kaserne der Sowjetarmee wurde bereits vor Jahren mit Eigenheimen bebaut. Allerdings war dort zuvor in Größenordnungen ein Bodenaustausch erforderlich. Ebenso wurde bei entsprechenden Bodenuntersuchungen Schadstoffbelastungen festgestellt.

Verdichtung des Untergrundes erforderlich

Da auch das nun unbebaute Areal einst militärisch genutzt wurde, hat die Untere Bodenschutzbehörde auch für dieses Teilstück eine Untersuchung angeordnet. Im Einsatz waren Anfang Juni des vorigen Jahres der Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Gesellschaft für Ingenieur-Hydro- und Umweltgeologie Stendal mit Geschäftsführer Dr. Uwe Stahl. Er war auch bei den Untersuchungen im ersten Bereich federführend dabei.

Die Proben wurden in unterschiedlichen Tiefen genommen. Dazu waren mehrere Bodenschürfe bis zu einer Tiefe von fünf Metern ausgehoben worden. Vor allem Öl und Diesel konnten sofort im Erdreich ausgemacht werden. Ebenso Bauschutt, Schrott und Hausmüll kamen zutage, denn dort befand sich einst eine alte Kiesgrube, die damit verfüllt wurde.

Platz für bis zu acht Eigenheime

Bei dieser Untersuchung stand ein Ergebnis sofort fest: Der Untergrund ist enorm bröselig. Vor einer Bebauung müsse eine intensive Verdichtung des Erdreiches erfolgen, damit das Eigenheim nicht absackt. Die Ergebnisse sollten bereits im Herbst des vorigen Jahres vorliegen.

Das etwa 7000 Quadratmeter große Areal bietet Platz für bis zu acht Eigenheime. Das Grundstück hatte die Stadt im Jahr 2018 für 50 000 Euro bei einer Grundstücksversteigerung in Berlin ersteigert, um weitere stadtzentrumsnah liegende Baugrundstücke anbieten zu können (Volksstimme berichtete).