Nahversorgung

Einkaufsspaß noch in diesem Jahr: Tag- und Nachtmarkt in Letzlingen auf gutem Weg

Es geht voran mit dem geplanten Tag- und Nachtmarkt in Letzlingen. Zum Ende dieses Monats soll der Grundstücksüberlassungsvertrag unterschriftsreif sein. Ortsbürgermeisterin Regina Lessing hofft, dass der Markt im Spätherbst seinen Türen öffnen kann.

Von Elke Weisbach
Wo früher die alte Konsumschule stand, die mittlerweile abgerissen wurde, soll der neue Tag- und Nachtmarkt an der Klosterstraße in Letzlingen entstehen.
Wo früher die alte Konsumschule stand, die mittlerweile abgerissen wurde, soll der neue Tag- und Nachtmarkt an der Klosterstraße in Letzlingen entstehen. Archivfoto: Malte Schmidt

Letzlingen - Nachdem die PUG-Kaufhalle vor gut drei Jahren in Letzlingen schloss, fehlt dort eine Verkaufseinrichtung für Dinge des täglichen Bedarfs. Diese Lücke soll mit dem geplanten Tag- und Nachtmarkt geschlossen werden, der im Bereich der abgerissenen Konsumschule seinen Standort und die Adresse Klosterstraße 2 erhalten soll. Und auf dem Weg dorthin sei man schon einige Schritte weiter gekommen, informierte Ortsbürgermeisterin Regina Lessing während der Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend in der örtlichen Grundschule: „Wir wollen optimistisch in die Zukunft blicken, dass wir zum Spätherbst den Bürgern etwas vorzeigen können.“

Der von der Firma „Emmas Tag- und Nachtmarkt“ vorliegende Entwurf des Grundstücksüberlassungsvertrages sei bereits von der Verwaltung geprüft und mit einigen Anmerkungen und Änderungswünschen versehen worden. Ganz aktuell habe sie, so Lessing, von Bürgermeisterin Mandy Schumacher die Auskunft erhalten, dass der Vertrag wohl bis zum 30. Juni unterschriftsreif sei. Auch der von der Stadt für das Pilotprojekt in den Haushaltsplan 2021/22 für die Umsetzung eingestellte Zuschuss von 180 000 Euro sei von der Kommunalaufsicht des Altmarkkreises geprüft und als „unbedenklich“ eingestuft worden. Vor dort habe es „grünes Licht“ gegeben.

Von Seiten der Stadt sei auch schon mit den Eigentümern des Nachbargrundstückes an der Klosterstraße gesprochen worden, da es nach derzeitiger Planung wohl eine Grenzbebauung geben müsse. Auch das werde vertraglich alles noch geregelt. Thema sei auch noch einmal die eventuelle Lärmbelästigung, zum Beispiel durch die Lüftung, gewesen. Hier hatte ihr, wie Lessing berichtete, Letzlingens Stadtratsmitglied Fabian Prochorowski Unterlagen über die modernste Technik mit nur 32 Dezibel zukommen lassen, die sie an die Bauausführenden weiter geleitet habe.

Wir wollen optimistisch in die Zukunft blicken, dass wir zum Spätherbst den Bürgern etwas vorzeigen können.

Regina Lessing, Ortsbürgermeisterin von Letzlingen

Und für die Umsetzung des Projektes im Heidedorf sieht es laut Ortsbürgermeisterin gut aus, weil man auf der Antragsliste für Bedürftige auf Platz drei vorgerückt ist. Es habe wohl über 1000 Anträge aus ganz Deutschland gegeben. Ein Architekturbüro arbeite bereits an der Feinplanung für den digitalen Markt. Sobald die Verträge unterschrieben seien, soll mit der Produktion des Marktcontainers begonnen werden. Hierbei sei nun zu hoffen, dass es dann auch mit der notwendigen Materiallieferung funktioniere.

Ein Knackpunkt sei laut Lessing noch das Personal, obwohl der digitale Markt im Rund-um-die-Uhr-Verkauf ganz ohne auskomme. Es müssen aber beispielsweise die Bestände kontrolliert und die Regale aufgefüllt werden. Daran arbeite sie persönlich noch, so die Ortsbürgermeisterin.

Bevor dann der digitale Markt seine Türen öffnet, soll es auch noch zwei Termine, einen im Kulturhaus und einen im Gefechtsübungszentrum, geben, um die Nutzung des Marktes zu erläutern. Mithilfe einer Registrierung und einer Kundenkarte können sich die Menschen dort Zutritt zum Markt verschaffen. Verkauft werden unter anderem regionale Lebensmittel, darunter Back- , Fleisch- und Wurstwaren sowie Obst und Gemüse, und außerdem Drogerieartikel. Bezahlt wird vor Ort mit EC- oder Kreditkarte.