Evangelische Kirche

Gardelegener Konfirmanden stellen sich in der Marienkirche vor

Von Stefanie Brandt
Die Vorstellung der Konfirmanden in Gardelegen wurde musikalisch umrahmt. Foto: Christina Dietmann Christina Dietmann

Gardelegen. Elf junge Menschen sollen in diesem Jahr in der Marienkirche in Gardelegen konfirmiert werden. Am vergangenen Sonntag haben sie sich schon einmal der Gemeinde vorgestellt. Einzeln traten die Konfirmanden nach vorne ans Pult und gaben Auskunft über sich. Fakten wie Name, Wohnort, Hobby oder Lieblingsessen waren gefragt. Reiten, Fußball, Geige spielen gaben die jungen Leute unter anderem als ihre Hobbys an. Und was essen sie gern? Karpfen blau zum Beispiel, oder auch Cordon Bleu. Die Gemeinde spendete nach den Ausführungen und für den Mut, sich allein nach vorn zu stellen, jedes Mal fröhlich Applaus.

Da die Konfirmanden Corona bedingt nicht zusammen vorne stehen konnten, hatte Gemeindepädagogin Hanna Ringo sich etwas ausgedacht. Sie hatte die Jugendlichen im Vorfeld gefragt, ob sie jeweils einen Vers des 23. Psalms auf Band sprechen würden. Daraus hatte sie dann den Psalm zusammengeschnitten – und diese Aufnahme wurde im Gottesdienst abgespielt.

Jesus als Hirte

Um den 23. Psalm und die Geschichte vom guten Hirten ging es auch in der Predigt von Pfarrer Martin Goetzki. Jesus sei wie der Hirte, der immer auf seine Schafherde aufpasse, damit nie eines zu Schaden käme, so der Pfarrer.

Die Fürbitten sprach Pfarrer Goetzki zusammen mit Charlotte Reuschel und Alexander Boldt. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst Kantorin Monika Wrobel und Gemeindepädagogin Hanna Ringo. Mit Gitarre und Klavier spielten und sangen sie einige moderne Lobpreislieder.

Zwei Konfirmationstermine

Wegen der Pandemie wird es in diesem Jahr zwei Konfirmationen geben: eine im Mai und eine im September. Drei Konfirmanden haben sich für den Ausweichtermin im September entschieden, um das Risiko einer Virus-Übertragung gering zu halten. Die anderen werden am 16. Mai konfirmiert.

Wie Gemeindesekretärin Mirjam Goetzki erklärt, findet der Konfirmandenunterricht derzeit online über die Video-Telefonie-Software Zoom statt. Die jungen Menschen erlernen zwei Jahre lang die Grundlagen des Glaubens, am Ende gibt es eine kleine Prüfung vor dem Pfarrer und der Gemeindepädagogin.

Die Anzahl der Konfirmanden sei durch die Pandemie nicht negativ beeinflusst worden, aber Goetzki weiß: „Es ist alles ein bisschen schwieriger geworden, weil sie sich nicht treffen können. Die Gemeinschaft, die sonst entsteht, findet sich schwerer. Das ist schade.“