Kalbe l Im September wird geerntet, was in den Beeten und an den Bäumen herangereift ist. Es ist aber auch die Zeit, schon die Frühblühersaison des kommenden Jahres vorzubereiten. Weitere Pflanzen sind zum Saisonende aus der Erde zu nehmen, zum Beispiel die Gladiolen.

Die Zwiebeln von Krokussen, Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen und weiteren Frühblühern kommen nun in die Erde. Dabei sollte aber genau bedacht werden, wie das Beet angelegt werden soll. Schwarzer empfiehlt, die höher wachsenden Pflanzen, also Tulpen, Osterglocken und Narzissen, nicht vorn an den Rand des Beetes zu setzen, sondern in den hinteren Bereich. Da die vergilbenden Blätter der verblühten Pflanze nicht entfernt werden dürfen, damit die Pflanze genug Kraft sammelt, um im nächsten Jahr wieder zu blühen, sollten diese Frühblüher so gesetzt werden, dass beispielsweise Pfingstrosen oder andere große Stauden beziehungsweise Gehölze diese zu späterer Zeit überdecken. Im nächsten Jahr könne dort außerdem einjährige Blumen eingesät werden, die während der Sommermonate erblühen, wenn die Frühlingsboten sich längst in die Erde zurückgezogen haben.

Gladiolen und Stauden

Die Gladiolen beginnen nun zu verblühen. Ihre frostempfindlichen Knollen müssen aus der Erde genommen werden. Dabei darf das Laub aber nicht entfernt werden. Die Knollen werden mit dem Laub in eine mit Zeitungspapier ausgelegt Kiste gelagert. Diese muss luftig stehen. „Erst im Winter, also nach dem Totensonntag, können die Gladiolen geputzt werden“, schildert die Gartenexpertin. Dabei wird nicht nur das inzwischen gelbe Laub entfernt, sondern auch trockene Zwiebelhüllen und tote Wurzeln. Die gebildeten Brutknollen kommen im nächsten Frühjahr wieder in den Garten. Montbretien (Schwertliliengewächs) brauchen noch nicht ausgegraben werden.

Stauden werden nun nicht mehr beschnitten. „Alles Laub muss dranbleiben“, sagt Schwarzer. Die Pflanzen ziehen aus den oberirdischen Organen, was sie zum Überwintern bauchen. Sie ziehen sich dann in die Erde zurück. „Ab September hören wir auf, Kübelpflanzen zu düngen, die überwintern sollen.“

Ernten

„Das Obst bitte nicht zu rechtzeitig ernten“, erinnert die Kalbenserin. Erst wenn sie ohne Anstrengung vom Baum gepflückt werden können, sind sie reif. Wer sich nicht sicher ist, kann einen Apfel durchschneiden. „Kerne von reifen Äpfeln sind immer braun.“ Pflaumen für den Pflaumenmus sollten erst geerntet werden, wenn sie am Stiel schrumpelig werden. Dann haben sie die rechte Süße. Gurken und Zucchini sind zu verarbeiten.

Abgeerntete Flächen im Garten können mit Spinat, Feldsalat, Wintergemüse bestellt werden. Es können aber auch die Blaue Lupine, Rotklee oder Ringelblumen aufgebracht werden. Dies tue dem Boden gut.