Kakerbeck l Kakerbeck ist nach Kalbe der größte Ort in der Einheitsgemeinde. Doch wer dort künftig Postdienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, die er nicht über seinen Zusteller abwickeln kann, der muss knapp zehn Kilometer fahren. Denn die örtliche Postfiliale schließt.

Sie befand sich bislang im Stöber-Café, dessen Name Programm war. Dort, im Gebäude der ehemaligen Gemeindeverwaltung, konnte unter zahlreichen Geschenkartikeln gestöbert, aber auch in einer gemütlichen Sitzecke Kaffee getrunken oder eine Bockwurst verspeist werden. Außerdem wurden dort die Postdienstleistungen angeboten. Doch das Ganze rechne sich nicht mehr, wie Betreiberin Signe Wolter auf Volksstimme-Anfrage deutlich machte. Deshalb gebe sie schweren Herzens nach acht Jahren ihr Café in der Dorfmitte auf und müsse sich beruflich neu orientieren.

Dienstleistungen über Zustellservice

Die Deutsche Post hingegen hat noch keine Nachfolgeregelung gefunden. Seit Dezember ist bekannt, dass das Stöber-Café zum 14. Januar schließt. Doch Versuche, einen anderen Kooperationspartner ins Boot zu holen, seien bislang gescheitert, wie Pressesprecherin Anne Blenn mitteilte. Sie appellierte an interessierte Einzelhändler beziehungsweise Geschäftsinhaber in und um Kakerbeck, sich auf der Homepage der Deutschen Post über den Link „Partner werden“ zu informieren und gegebenenfalls eine Bewerbung einzureichen. Die würde dann betrieblich geprüft, um festzustellen, ob die notwendigen Voraussetzungen zur Übernahme von Postleistungen bestünden.

Ab Dienstag, 15. Januar, müsse in Kakerbeck und Umgebung erst einmal auf den sogenannten mobilen Postservice zurückgegriffen werden, so Anne Blenn. Und das bedeutet, dass die Zusteller ausgewählte Postprodukte und Dienstleistungen wie den Markenverkauf oder die Annahme von Briefen und Paketen anbieten.

Die nächsten stationären Postfilialen befinden sich in Kalbe an der Ernst-Thälmann-Straße beziehungsweise in Klötze am Hegefeld.