Gardelegen l Sonnenschein und kein Regen, wie vom scheidenden Präsidenten des Gardeleger Rotaryclubs, Heinz Baldus, zunächst befürchtet. Damit war gestern auch keine Schlechtwettervariante erforderlich. Und so konnte die Übergabe des Geschenkes anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gardeleger Rotaryclubs auch ganz entspannt im Freien erfolgen. Und das passierte dann am Stadtgraben. Als Erinnerungsgeschenk für die Stadt zum Jubiläum gab es einen großen Fotorahmen aus Stahl mit der Silhouette der Innenstadt mit den drei markanten Türmen der Nikolaikirche, des Rathauses und der Marienkirche. Der übergroße Fotorahmen war gestern zunächst provisorisch am Stadtgraben aufgebaut. Dort soll er auch künftig seinen Standort haben. Allerdings sei zum Aufbau des Rahmens eine Baugenehmigung erforderlich. Und die liege derzeit noch nicht vor, so Baldus.

Idee entstand auf dem Jakobsweg

Die Idee für dieses besondere Geschenk hätten sich die Rotarier von anderen Clubs geholt. Beim Pilgern auf dem Jakobsweg „bis zum Ende der Welt“, dem Leuchtturm von Finisterre, habe er ein Kunstwerk gesehen, das die Rotarier von Santiago de Compostella anlässlich eines Jubiläums gespendet hatten, erzählte Baldus. Der Stendaler Rotaryclub habe zu seinem Jubiläum der Stadt Stendal ein Modell der Stadt geschenkt. „Und diese Tradition wollten wir fortführen“, so Baldus. Das Geschenk für die Stadt Gardelegen sollte massiv, dauerhaft, kunstgewerblich und praktisch sein. „Letzteres war ein Hinweis der Stadt“, erwähnte Baldus schmunzelnd. Gegründet wurde dann eine Kreativgruppe unter der Leitung von Hartmut Krüger. Und die Gruppe entwickelte dann die Idee mit dem großen Fotorahmen aus Stahl, angefertigt vom Gardeleger Unternehmen Metallbau Wilhelm Schulze und Töchter.

„Vielen Dank für das wunderschöne Geschenk. Ich denke, das wird ein echtes Highlight für die Stadt“, bedankte sich dann Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Dank gab es für dann für die Arbeit des Gardeleger Rotaryclubs insgesamt. „Das, was Sie machen, bereichert unsere Stadt“, betonte Zepig mit Blick auf die zahlreichen Hilfsprojekte sowohl auf internationaler als auch regionaler Ebene. Sie freue sich schon jetzt wieder auf die Adventszeit und den Glühwein, den die Rotarier allabendlich auf dem Rathausplatz für einen guten Zweck verkaufen.

Der 23. Juni gilt als offizielles Gründungsdatum für den Rotaryclub Gardelegen. An diesem Tag nämlich, am 23. Juni 1993, hat der Gardeleger Club von Rotary International die Gründungsurkunde erhalten. Die Vorbereitungen zur Gründung des Clubs hätten bereits im Februar 1993 begonnen. Erster Präsident war Dr. Rainer Genseke. Von den Gründungsmitgliedern seien sieben noch heute im Gardeleger Club aktiv. Unterstützt wurde die Gründung vom Rotaryclub Gifhorn-Wolfsburg unter der Regie des damaligen Präsidenten Dr. Khosrow Amirpour. Der heute 82-Jährige war gestern bei der Jubiläumsfeier als Ehrengast mit dabei.

Präsidentenwechsel

Der übergroße Rahmen mit Blick auf den idyllischen Stadtgraben wird sich zu einem beliebten Fotomotiv entwickeln. „Der wiegt knapp eine Tonne. Man bräuchte schon schwere Technik, um den Rahmen zu bewegen. So einfach mitnehmen als Souvenir, das geht also nicht“, scherzte Baldus.

Das Gründungsjubiläum wurde gestern Nachmittag noch bei einem kleinen Empfang im Hotel Reutterhaus gefeiert. Dort übergab Baldus die Präsidentenkette an Norbert Hartmann aus Kunrau. Der 57-jährige Ingenieur ist im Rahmen des turnusmäßigen Wechsels für das nächste Jahr Präsident des Gardeleger Rotaryclubs.