Gardelegen l „Wir möchten einen Garten gestalten, der noch seniorengerechter wird und mit dem sich unsere Bewohner identifizieren können“, sagte Ramona Gebur, Leiterin der beiden Johanniterhäuser in Gardelegen am Donnerstagmorgen. Künftig soll der Garten in beiden Häusern so gestaltet werden, dass er bei den Senioren Erinnerungen an früher weckt, so dass sie sich noch wohler fühlen. „So kann man Bäume und andere Pflanzen in dem großen Gartenareal integrieren“, sagte Ramona Gebur. „Viele unserer Bewohner sind damals nämlich auf dem Dorf groß geworden und verbinden damit sehr viele Erinnerungen. So sollen in der Nähe des Teichs zum Beispiel verschiedene Bäume und andere Pflanzen gepflanzt werden.

„Das Ziel werden wir zusammen mit Christa Ringkamp und Mitarbeitern der Gartenakademie Sachsen-Anhalt in die Tat umsetzen. Sie waren vor geraumer Zeit bei uns und haben uns darüber informiert, wie man den Garten umgestalten könnte.“ Zustande gekommen ist der Kontakt über Ergotherapeutin Corinna Swolana, erzählt Ramona Gebur. Sie habe eine Schulung zur Gartentherapeutin – ihre Arbeit umfasst den zielgerichteten Einsatz der Natur zur Steigerung des psychischen und physischen Wohlbefindens der Menschen – absolviert und dabei Christa Ringkamp kennengelernt. Dadurch sei man ins Gespräch gekommen.

Gegenseitige Besuche sind geplant

Im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Gartens kam laut Gebur dann Mandy Zepig vom Kuratorium auf die Idee, dass sich für das Vorhaben eventuell auch andere Unterstützer finden lassen würden. „So sind wir auf die Volkssolidarität gekommen“, erklärte Ramona Gebur. Vertreter der Institution waren am Donnerstagmorgen nun zu Gast im Garten der Einrichtung, da sie gefragt wurden, ob sie ein Beet mitgestalten wollen. „Ich finde, dass das eine tolle Idee ist. Jedoch würden wir uns freuen, wenn es ein Geben und Nehmen wird“, betonte Iris Lüders von der Volkssolidarität. So würde sie sich freuen, wenn auch mal Bewohner des Johanniterhauses zu Besuch in die Begegnungsstätte der Volkssolidarät kämen.

Das sicherte Ramona Gebur ihr dann auch gern zu, da auch seitens der Johanniter ein großes Interesse daran bestehe, dass beide Institutionen ein Netzwerk für Senioren auf die Beine stellen. Denn zusammen könne man viel dafür tun, dass Senioren durch verschiedene Projekte und Angebote die Angst vor dem Einzug in ein Pflegeheim genommen wird.