Jävenitz l Erstmals beteiligte sich vor wenigen Tagen die Jugendfeuerwehr Jävenitz am Landesentscheid der Jugendfeuerwehren Sachsen-Anhalt in Hasselfelde im Harz. Stolz und gut vorbereitet, fuhr die Truppe zum Wettkampf. Sven Kozisnik, Wehrleiter und Jugendwart, gab dort sein Kommando an Gruppenführerin Xenia Josefina Richen ab. Und dann waren die Teilnehmer hochkonzentriert und arbeiteten ihre Aufgaben ab.

Im A-teil mussten sie einen Löscheinsatz absolvieren. Dabei war aber genau vorgegeben, wann sie mit dem Kuppeln der Schläuche beginnen durften. Neben der schnellen Erledigung der Aufgaben ging es außerdem auch darum, diese in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten. Für die Jävenitzer lief dieser Part gut. Auch den B-Teil meisterte der Feuerwehrnachwuchs aus der Altmark gut. Dabei waren in Staffellauf-Manier neun Stationen zu absolvieren. 400 Meter waren zu laufen. Ein C-Schlauch musste ausgerollt werden. Außerdem mussten die Teilnehmer über eine Bank laufen und Knoten um Strahlrohr und Schlauch binden. Zudem musste einen Leinenbeutel über acht Meter geworfen werden.

Fast der dritte Platz

Alles klappte fast reibungslos. Am Ende war es der siebte Platz, den die zehn Jugendlichen erreichten. Und dabei wäre fast der dritte Platz drin gewesen. „Wir hatten vor Beginn des Durchgangs fünf Minuten Zeit, alles für den Wettkampf vorzubereiten, alles von unseren Vorgängern wegzuräumen“, erinnerte sich Sabine Piel, stellvertretende Jugendwartin. Das haben die Jugendlichen soweit auch gemacht, haben dann aber übersehen, dass die Knoten der Vorgänger noch gebunden waren. „Diese mussten wir dann während der Wettkampfzeit aufmachen, ehe wir selbst unsere Knoten binden konnten“, erklärte Jugendwehrmitglied Milena Weiss. Am Ende waren das 23 Sekunden, die so verloren gingen. „23 Sekunden weniger, das wäre der dritte Platz gewesen“, sagte Piel, die sich die Ergebnisse aller 13 teilnehmenden Mannschaften ansah. Neben der Jugendwehr Jävenitz startete für den Feuerwehrverband Gardelegen auch die Jugendfeuerwehr Kakerbeck. Sie belegte den elften Platz.

Mit dem siebten Platz sind die Jävenitzer dennoch zufrieden. Ziel war es, unter die ersten zehn zu gelangen. Und angesichts der Rede des Innenministers Holger Stahlknecht, der die Siegerehrung vornahm, in der Stahlknecht von rund 14 000 Kindern und Jugendlichen sprach, die sich in Sachsen-Anhalt in Jugendfeuerwehren engagieren, sehen sich die Jävenitzer nun unter den Besten der 14 000. Der Erfolg kam aber auch nicht von ungefähr. „Wir haben drei Monate lang konsequent jeden Freitag geübt“, berichtete Piel. Beim nächsten Mal, der Landesentscheid findet alle zwei Jahre statt, wollen die Mitglieder der Jävenitzer Jugendwehr auch wieder teilnehmen. Die Qualifikation wird voraussichtlich noch in diesem Jahr bei einem Ausscheid erfolgen. „Wir sind schon eine verrückte Truppe. Feuerwehrrelevante Dinge sind sehr wichtig, aber auch die Kameradschaft darf nicht zu kurz kommen“, sagte Piel mit Blick in die Runde der Jugendlichen.