Kakerbeck l Für Karin Ullrich ist es Ehrensache, dass sie zum Karnevalsumzug aus Mecklenburg-Vorpommern zurück in die Altmark kommt, um mit ihren Schwestern Antje Glaue und Silke Schulz in Kakerbeck ordentlich zu feiern. So war es auch in diesem Jahr. Das Trio postierte sich zeitig an der B 71, die rund zwei Kilometer durch das Dorf führt und für den traditionellen Karnevals-umzug der Kakerbecker Karnevalsgesellschaft (KKG) wieder zur Festmeile wurde. Mit Ilse Voß und Heidi Wieneke stießen die drei Schwestern auf das gelungene Event an.

Niemand muss durstig bleiben

Denn auch die Kakerbecker selbst – viele wieder fantasievoll kostümiert – ließen sich nicht lumpen. Vor etlichen Häusern an der Festzugstrecke brutzelte etwas auf dem Grill, an anderer Stelle gab es heißen Glühwein, wie zum Beispiel vor dem Haus von Familie Elbruda. „Das mache ich schon seit vielen Jahren. Und unser Verein freut sich, wenn er eine kleine Spende bekommt“, erzählte Angela Elbruda. Sie hatte am Sonnabend gut 20 Liter Glühwein im großen Topf und schenkte fleißig aus.

Und auch die Karnevalisten selbst sorgten dafür, dass niemand durstig bleiben musste. So mancher Becher und manch kleines Fläschchen wechselten den Besitzer. Auch Hopfenbrause war darunter, die aus der knallroten Kakerbecker Riesenkiste verteilt wurde, die auf zehn Füßen und mit Biermotor lief. Ein echter Hingucker im Zug, in dem sich ein Dutzend Wagen präsentierten, zu denen natürlich auch der Knast der Saalpolizei am Ende des Umzugs gehörte. Dazu kamen noch drei Kutschen. In zwei von ihnen zeigten sich dem närrischen Volk das aktuelle Prinzenpaar, André I. und Karin I., sowie das Kinderprinzenpaar, Elisabeth I. und Lennard I., die den Festumzug anführten. Kakerbecks Elferrat, die kleinen und großen Funken, die Garde sowie die Flotten Motten folgten in Wagen und zu Fuß. Auch die Brüchauer waren vertreten. Ihr Motto in diesem Jahr „Zwergenaufstand bei Egon Olsen“, der natürlich persönlich anwesend war und Benny („Mächtig gewaltig!“) sowie Kjeld und die rothaarige Yvonne mitgebracht hatte.

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Zahlreiche Kamellen flogen

Natürlich ließen sich auch die närrischen Gäste aus Klötze, Immekath und Bismark nicht lumpen und sorgten für ausgelassene Stimmung. Es regnete zahlreiche Kamellen und andere Süßigkeiten. Dazu gab es reichlich Konfetti. Auf einigen Wagen waren eigens dazu Kanonen aufgebaut. Auch Blumen wurden verteilt. Musik gab es vom Kakerbecker Spielmannszug und vom Spielmannszug Wernstedt/Engersen. Und nach dem Festumzug war noch nicht Schluss. Gemäß dem Schlachtruf „Immer hinein!“ wurde in der Kakerbecker Turnhalle weiter gefeiert.