Gardelegen l „Schafe sind ganz wichtig für Weihnachten. Weihnachten geht gar nicht ohne uns“, berichtete das Plüschschaf, eine große Handpuppe, die von Eva Reuschel vom Organisationsteam der evangelischen Kinderkirche in Gardelegen mit Leben erfüllt wurde. Warum weihnachten und Schafe zusammengehören? Arne Lück wusste die Antwort: „Weil sie in der Weihnachtsgeschichte vorkommen.“ Und Eva Reuschels Schaf ergänzte, „wir standen beim ersten Weihnachten überhaupt auf der Weide, es war dunkel, und plötzlich kam da ein Licht, heller als ein Stern“. Reuschel berichtete weiter, sprach von den Hirten und dem Engel, der die Geburt des Heilands verkündete. „Wir Schafe wir haben das als erste erfahren“, ließ Reuschel die Handpuppe sagen und fügte hinzu, „und wenn Weihnachten ist, denkt an die Schafe.“

Begrüßungslied und Abendbrot

Einmal im Monat, am dritten Donnerstag, treffen sich Kinder zwischen drei und zwölf Jahren zur Kinderkirche im evangelischen Gemeindezentrum. Diesmal, am Donnerstag, stand das Thema Advent im Mittelpunkt. Advent, die Ankunft des Herrn, die Vorbereitung auf Weihnachten. Dazu gehört auch das Plätzchenbacken. Und an diese Aufgabe machten sich am Donnerstag die 17 anwesenden Kinder mit den Mitgliedern des Organisationsteams. Sie rollten den Teig aus, stachen Formen aus und verzierten die Plätzchen. Die fertigen Exemplare nahmen sie im Anschluss mit nach Hause.

Dem Kinderkirchenteam gehören neun Frauen an: Eva Reuschel, Julia Richter, Angela Kalle, Gudrun Lück, Anett Michel, Sabine Kirchhoff-Laurich, Silke Finger, Mirjam Goetzki, federführend ist Gemeindepädagogin Hanna Rau. Das Team trifft sich in Vorbereitung der Kinderkirche, verständigt sich auf Themen und auf die Gestaltung des Nachmittags. Bei jedem Treffen der Kinderkirche gibt es Rituale. Eine Kerze wird entzündet, das Begrüßungslied gesungen, und zum Abschluss gibt s ein gemeinsames Abendessen. „Es gibt immer selbstgebackenes Brot mit Butter, Salz und sauren Gurken“, berichtete Rau.

Bilder

Gebacken wird das Brot von Julia Richter. Zum Kinderkirchenteam ist sie durch ihre vier Söhne gekommen, die alle mitgemacht haben. Der älteste ist mittlerweile aber schon zu alt für diese Runde. „Ich bin ein ganz normaler Kirchgänger, der versucht, sich in die Gemeinde zu integrieren“, schilderte Richter, die auch den Gemeindebrief mitgestaltet. Für die Kinderkirche setze sie sich gern ein.

Basteln und backen

Zur Kinderkirche kommt Niklas Thiele gern. „Ich komme her, weil wir hier basteln, backen und Geschichten hören“, erzählte der Sechsjährige. Weil das Begrüßungslied so schön ist, ist Summer Isabell Wießel (6) gern dabei. Dieses Lied singt sie auch zu Hause oft.

In diesem Jahr wird es keinen Kinderkirche-Treff mehr geben, so Rau. Stattdessen sind die Kinder mit ihren Familien am 5., 12. und 21. Dezember, jeweils ein Mittwoch, zum Adventskaffee willkommen. Um 15.30 Uhr beginnt das Kaffeetrinken, im Anschluss kann gebastelt werden und abschließend gibt es Abendbrot. Es ist eine offene Veranstaltung. „Jeder kann kommen und gehen, zu welcher Zeit er möchte“, so die Gemeindepädagogin. Die Kinder bereiten sich schon auf die lange Kirchennacht vom 1. zum 2. Dezember vor.

Ganz viel Zeit investiert wird in den nächsten Wochen in die Vorbereitungen des Krippenspiels. „Wir haben jetzt 17 Kinder zusammen. Alle Rollen sind besetzt“, berichtete Rau. Nun gehe es daran, den Text zu lernen. Die Proben laufen bereits. Auch das Bühnenbild ist noch zu gestalten. Jeder bringe dazu Ideen ein. Auf dem Dachboden ist ein großer Fundus an Kostümen. Eventuell wird es auch zu einer anderen Zeit im Kirchenjahr ein Anspiel mit Kindern geben. Dieser Vorschlag sei jedenfalls von den Kindern gekommen, so Rau.