Ipse l Gute Musik und gute Schokolade – was braucht man mehr zum Glücklichsein. Am Sonntag gab es beides in Ipse – auf Einladung des Fördervereines Ipse excitare und im Rahmen des Grenzgängerkleinkunstfestivals. Zu Gast waren dort nämlich Christina Rommel und Band. Die sind zurzeit mit ihrem Schokoladenkonzert auf Tour in Deutschland und hatten deshalb nicht nur Verstärker und Mikros, sondern auch noch Chocolatier Dirk Beckstedde eingepackt. Während die Erfurter Sängerin den Besuchern vor dem Altar mit süßer rockiger Stimme ihre tollen handgemachten Songs präsentierte, kreierte der Meister der süßen Verführung Genüsse für einen anderen der sieben Sinne. Und zuweilen vereinigten sich die handgemachten Spezialitäten für Ohr und Gaumen dann auch zu einem zartschmelzenden Duett. Immer dann, wenn Emmi Wießel und Jette Ziegelski die süßen Häppchen verteilten. Die beiden Mädels im Publikum hatte Sängerin Christina nämlich spontan zu ihren „Schokoladenmädchen“ gemacht.

Und alles passte: Zu dunkler Schokolade gab es Jazz – was sonst. Zu zarten Nougattäfelchen servierten Rommel und ihre erstklassigen Musiker ein zartes Liebeslied. Und zwischendurch gab es dann auch noch ein paar knackige Fakten über Schokolade. Aber natürlich auch die raffiniert verpackt – nämlich in kleine Scherze und amüsante Geschichten. Wie jene von der Erfindung der Vollmilchschokolade durch einen ungeschickten Schweizer Lehrjungen, der versehentlich einen Krug Milch in Kakaowasser schüttete, oder jene vom belgischen Erzbischof, der Pralinen als sehr wirksames Mittel gegen seine Depressionen einsetzte.

Kakaobohnen mögen es heiß

Dass Sängerin Christina allerdings vor dem Konzert zwar „sämtliche Ipser Sehenswürdigkeiten“ angeschaut hatte, aber „keinen Kakaobohnenbaum entdecken konnte“, erklärte Schoko-Fachmann Dirk Beckstedde mit ganz schlichten Worten. Das nämlich liege einfach an „dem Scheißwetter hier“. Denn Kakaobohnen mögen es eben heiß.

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Aber dafür war an diesem Abend ja schließlich Christina zuständig, und die präsentierte einfach ein aphrodisierendes Schokoladen-Gedicht und natürlich ihre heißen Songs. Abkühlung gab es deshalb erst in der Pause. Und die nutzten die Gastgeber vom Verein wieder für eines ihrer immer sehr besonderen Angebote.

Hinter der Kirche gab es nämlich neben kleinen kulinarischen Köstlichkeiten auch Sekt und Eierlikör. Mehr Verwöhnprogramm war dann wirklich nicht mehr möglich.