Kalbe l Die Vertreter der Stadt und der verschiedenen involvierten Behörden und Institutionen, mit denen gemeinsam ein Konzept zum Erhalt des Kalbenser Kurparks erarbeitet wird, sind nun zusammengekommen. Lange Zeit musste die Stadt warten, bis die Stellungnahmen aller beteiligten Stellen auf dem Tisch lagen.

Was genau das Ergebnis dieses Termins war, darüber hielt sich Karsten Ruth, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Kalbe, auf Anfrage bedeckt. Allerdings teilte er mit, dass der Pilzbefall laut Fachbehörde wirklich „dramatisch“ ist. Am Konzept werde weiter gearbeitet, „wobei uns der Spagat zwischen den Auflagen der Denkmalschutzbehörde, den finanziellen Möglichkeiten der Stadt und dem Wunsch der Bürger gelingen muss“, um weiterhin eine gepflegte Parkanlage vorhalten zu können. Und er sagt: Es gibt Pläne, sofern die Corona-Pandemie es zulässt, im Frühjahr eine öffentliche Veranstaltung mit der Denkmalschutzbehörde zu organisieren, in der die Bürger darüber informiert werden sollen, was im Park machbar ist und was eben nicht.

Stadt versucht Fördermittel zu erhalten

Die Stadt versucht, im Rahmen des Konzeptes Fördermittel zu akquieren und für die Anlage auch einen Eigenanteil zu erbringen, zum Beispiel für die Liebesinsel und die dortige Brücke. Etwa ein halbes Jahr lang hatten Mitglieder des Gewerbestammtisches Kalbe, des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins und des Tourismusvereins Kalbe Spendengelder für den Erhalt dieser Brücke gesammelt. Das Ziel, noch vor Weihnachten die Summe für die Sanierung zusammenzubekommen, haben sie erreicht.

Derzeit erfolgt die Auswertung der von den zuständigen Behörden abgeforderten Stellungnahmen. Auf diese würden die nächsten Maßnahmen beruhen, die für eine Wiederöffnung der Parkanlage notwendig seien, sagt der Bürgermeister.

Anlage derzeit gesperrt

Derzeit ist der Kurpark vollumfänglich gesperrt (Volksstimme berichtete), nachdem vor eineinhalb Wochen eine große Esche auf den Hauptweg des bisher nicht abgesperrten Teils des Parks gestürzt war. Wie sich herausstellte, war die Wurzel des Baumes durch Pilzbefall stark geschwächt gewesen. In der Anlage seien etliche weitere Bäume von diesem Pilz, dem Falschen Weißen Stängelbecherchen, befallen, heißt es. Auch wie mit dieser Problematik umgegangen werden solle, sei Teil des Konzeptes, so Ruth. Wer die Absperrungen ignoriere, betrete den Park auf eigene Gefahr.