Kalbe/Zichtau l Absolut diszipliniert geht es zu in den Kellerräumen des Zichtauer Ferienparks. Kein lautes Wort dringt nach draußen. Drinnen sitzen Schüler der Kalbenser Sekundarschule und lernen Englisch-Vokabeln, deutsche Grammatik oder lösen Mathe-Aufgaben. Zehn Mädchen und Jungen der fünften bis neunten Klassen nehmen freiwillig am fünftägigen Lerncamp teil. Sie werden wiederum von vier gleichaltrigen, leistungsstarken Schülern sowie von den beiden Abiturientinnen Emma Charlotte Aßmann und Ronja Schubert unterrichtet. Schulsozialarbeiterin Juliane Pelka hat zum wiederholten Mal die Regie bei diesem Projekt.

Auch gemeinsame Freizeitgestaltung

Es wird über die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ des Altmarkkreises Salzwedel finanziert. Die Mittel dafür sind wiederum vom Land Sachsen-Anhalt sowie über das Programm „Schul- erfolg sichern“ des Europäischen Sozialfonds bereitgestellt worden.

Wie Juliane Pelka mitteilt, finde das Lerncamp bereits zum wiederholten Mal statt, allerdings erstmals in den Sommerferien. Und auch erstmals im Ferienpark Zichtau, wo die Teilnehmer sehr gute Bedingungen vorfinden würden. Denn es werde nicht nur gemeinschaftllich gelernt, gegessen und dann in Bungalows übernachtet, sondern es werde auch die Freizeit miteinander verbracht. Da dürfe ein Besuch des angrenzenden Waldbades natürlich nicht fehlen. Aber auch Wanderungen, ein Kinobesuch und ein Grillabend stünden auf dem Programm.

Doch in erster Linie geht es natürlich darum, das schulische Wissen zu erweitern. Das Material dazu ist von den einzelnen Klassenlehrern erarbeitet und zur Verfügung gestellt worden. Sie waren es auch, die entsprechende Empfehlungen dazu abgaben, für welche Schüler sich das Lerncamp lohnen könnte – und welche wiederum als Coaches tätig werden könnten. Anschließend gingen entsprechende Informationen an die Elternhäuser. Denn von dort musste schließlich das Okay für die Teilnahme jedes einzelnen Jugendlichen kommen.

Die Erfahrungen, die in den vergangenen Jahren mit dem Lerncamp gemacht worden seien, sie seien jedenfalls überaus positiv, betont die Schulsozialarbeiterin. Und ein Blick in die einzelnen Lerngruppen zeigt, wie gut dieses bildungsbezogene Angebot, kurz Biba, angenommen wird.