Gardelegen l  Wie Klaus Bernstein, 2. Vorsitzender des Chores, mitteilte, haben nach dieser Veranstaltung etliche Besucher nachgefragt, warum der Männerchor diesmal nicht gesungen hat. Der Chor erklärte dazu, dass lange Zeit der Sonnabend vor dem ersten Advent fester Termin für diese Veranstaltung war. "Oftmals hatte dieser Tag für die Sänger eine besondere Herausforderung, stand uns die Bühne der Lebenshilfe für viele Premieren zur Verfügung. Dieser Tag bedeutete einen Maßstab, wie ein neu einstudiertes Lied beim Publikum ankommt", so Bernstein. Nun finde die Begegnung aber vor dem Volkstrauertag statt.

Weil in der jüngeren Vergangenheit am Sonnabend vorm ersten Advent immer wieder zahlreiche Märkte und ähnliche Veranstaltungen stattfänden, habe die Lebenshilfe den Termin vorverlegt, "damit wir nicht mit anderen großen Veranstaltungen kollidieren", sagte Beatrice Achtert, Lebenshilfe-Geschäftsführerin.

Volkstrauertag respektieren

Diese Terminveränderung, die auch schon voriges Jahr stattfand, wurde innerhalb des Chores "sehr stark diskutiert", so Bernstein. Wegen der langen Tradition stimmte der Chor im Vorjahr einem Auftritt zu, jedoch mit der Einschränkung, ausschließlich herbstliche Melodien zu singen, denn der Volkstrauertag sei ein Gedenktag des Landes, der "nach unserer Auffassung auch so respektiert werden" solle, äußerte Bernstein. "Sollte die Lebenshilfe Gardelegen ihre Begegnung vor dem Advent auch in den nächsten Jahren terminlich vor die Gedenktage legen, so wird der Männerchor Eintracht auch in Zukunft für einen Auftritt bei der Lebenshilfe nicht zur Verfügung stehen", teilte Bernstein mit.

Beatrice Achtert bedauerte auf Volksstimme-Nachfrage, dass der Männerchor Eintracht Gardelegen für die "Begegnung vor der Adventszeit" nicht mehr zur Verfügung stehe. In diesem Jahr war zu dieser Veranstaltung der Chor der Lebenshilfe aufgetreten - ebenfalls mit Herbstliedern. "Vielleicht können wir ja einen anderen Termin finden, an dem der Männerchor bei uns singt, damit die partnerschaftliche Zusammenarbeit bestehen bleibt", schlug Achtert vor.