Kalbe l Die Stadt Kalbe wird voraussichtlich der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Sachsen-Anhalt beitreten. Eine entsprechende Empfehlung an den Stadtrat erteilten die Mitglieder des städtischen Hauptausschusses. Derzeit gebe es noch immer viel zu wenig Radwege im Gebiet der Einheitsgemeinde. Aus der Bevölkerung komme das Feedback, dass weitere beziehungsweise gut ausgebaute Radwege erwünscht seien, äußerte Karsten Ruth, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Kalbe. Das alles seien Gründe, die für eine Mitgliedschaft in der AGFK sprechen würden. Bei einem Mitgliedsbeitrag von 300 Euro im Jahr sei eine Mitgliedschaft sicher kein Fehler, so Ruth. Für sinnvoll halte er diese, weil mit der Arbeitsgemeinschaft ein Instrument geschaffen worden sei, das aus den Kommunen heraus Druck ausüben könne.

„Der Trend geht immer mehr zum Rad. Ich bin dafür“, äußerte Martin Palm (Freie Liste/Wählergemeinschaften-Fraktion). Melissa Schmidt (CDU-Fraktion), Vorsitzende des Tourismusverbandes Kalbe, befürwortete ebenfalls den Beitritt in die AGFK. Mit einer solchen Mitgliedschaft verpflichte sich gleichzeitig die Stadt, Augenmerk auf das Radwegenetz zu legen. Der Tourismusverein setzt sich seit Jahren für die Entwicklung eines Fahrradkonzeptes ein. So erarbeitete er vor einigen Jahren gemeinsam mit der Tourist-Information, den Städten Osterburg, Arendsee, Gardelegen und der Personennahverkehrsgesellschaft Salzwedel das Projekt „Fahrradweg Milde-Biese-Tour“.

Verkehrssicherheit erhöhen

Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Sachsen-Anhalt ist es beispielsweise, Mitgliedskommunen bei der Umsetzung des Radwegeplanes zu unterstützen und deren Interessen gegenüber dem Land, dem Bund und weiteren Akteuren zu vertreten. Auch bei der Verbesserung der Förder- und Finanzierungsregelungen wirke die AGKF mit. Ziel ist es, den Radwegeanteil im Alltags- und Freizeitverkehr zu erhöhen, das Verkehrsmittel Fahrrad seiner Bedeutung entsprechend zu fördern und den Fahrradtourismus als Wirtschaftsfaktor zu stärken. Außerdem solle auch die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer weiter erhöht werden.

2018 beschloss Sachsen-Anhalt die Initiierung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen. Damit folgte das Land dem Beispiel anderer Bundesländer, in denen Kommunen sich ebenfalls zu freiwilligen Arbeitsgemeinschaften zusammenschlossen und die professionelle Förderung des Radverkehrs vorantreiben.