Zethlingen/Magdeburg l Dem Landtagsabgeordneten Andreas Höppner (Die Linke) war am Montagmorgen anzumerken, wie erbost er ist. Grund dafür sind illegale Müllablagerungen am Mühlenberg in Zethlin- gen.

Höppner spricht Thema im Landtag an

„Direkt auf der Ostseite des Mühlenberges in einer Einmündung beziehungsweise Einbuchtung wurden große Mengen Bauschutt inklusive Asbest, Hausmüll sowie andere Müllarten illegal abgelagert“, weiß Andreas Höppner, der von Mitarbeitern der Langobardenwerkstatt und von Bewohner des Dorfes Zethlingen auf die Umstände aufmerksam gemacht wurde.

Die Krönung für Andreas Höppner ist jedoch: „Teile des Mülls wurden bereits und offensichtlich mit schwerem Gerät unter das Erdreich verschoben. Ebenso wurden direkt auf dem Mühlenberg sehr große Mengen Baum-, Busch- und Rasenschnitt sowie Holzreste aus baulichen Anlagen abgelagert“, wie Andreas Höppner erklärte.

Das ist auch ein Grund, warum Höppner das Ruder selbst in die Hand nehmen möchte: „Ich stelle in der öffentlichen Fragestunde der nächsten Landtagssitzung am Freitag eine Anfrage an die Landesregierung mit den Fragen: ‚Seit wann ist den zuständigen Verwaltungsbehörden der Einheitsgemeinde Kalbe beziehungsweise des Altmarkkreises Salzwedel dieser Zustand bekannt? Welche Maßnahmen wurden von werden eingeleitet, um diese illegale Müllkippe zu beseitigen?‘“, so Höppner.

Mitarbeiter des Umweltamtes in Zethlingen

Er hoffe, dass dieser Schritt einige behördliche Verfahren beschleunige, wie er am Montag erklärte. Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkkreises Salzwedel, erklärte auf Nachfrage der Volksstimme außerdem: „Das Umweltamt, genauer gesagt der Fachbereich Abfallwirtschaft, war am 26. Juni 2017 vor Ort.“ Zu diesem Zeitpunkt seien Ablagerungen auf der alten Deponiefläche sowie am Osterfeuerplatz des Dorfes augenscheinlich gewesen. „Als Verfügungsbefugter für die Separationsflächen liegt die Zuständigkeit bei der Gemeinde“, erklärte Birgit Eurich.

Und so liege das Thema, wie am Montag aus der Verwaltung zu erfahren war, bereits auf dem Tisch von Bürgermeister Karsten Ruth.