Gardelegen l Wer derzeit um 17 Uhr zum Öffnen des Kalendertürchens auf dem Gardelegener Rathausplatz weilt und sich am Stand der Rotarier einen Glühwein und den Kindern einen Punsch gönnt, dem ist es schon aufgefallen – die Heißgetränke werden in speziellen Glastassen angeboten.

Das wird auch beim Gardelegener Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr am dritten Adventswochenende vom 13. bis 15. Dezember auf das bevorstehende Fest einstimmen wird, der Fall sein. „Nachhaltige Gesichtspunkte haben uns bewogen, auf Plastebecher für Glühwein zu verzichten und auf Mehrweg umzusteigen“, erklärte Stadtmitarbeiterin Gabriela Winkelmann im Pressegespräch zu diesem Thema. Grund dafür war das jährlich steigende Müllaufkommen. Im vergangenen Jahr füllte es nach dem Weihnachtsmarkt zwei große Container.

3000 Tassen gekauft und verziert

Es wurde gemeinsam überlegt, was man machen könne und die Idee mit dem Mehrweg-Pfand-System wurde geboren. Der Gewerbeverein und die Stadt als Organisatoren des traditionellen Marktes haben gemeinsam mit den Rotariern und den Kneipennacht-Organisatoren 3000 Glastassen erworben und sich auf ein einheitliches Pfandsystem geeinigt. Plus zwei Euro werden nun zum Glühwein- oder Punschpreis fällig, die natürlich bei Abgabe der Tassen zurückerstattet werden. Das ist an allen Glühweinständen, an denen die Tassen angeboten werden, möglich. Es könnte aber auch gut sein, dass manchen die Tassen so gut gefallen, dass sie behalten und nicht wieder abgegeben werden. Denn sie sind mit der Skyline der Hansestadt und dem Schriftzug Gardelegen versehen. Auch das wurde laut Winkelmann mit einkalkuliert.

Da es schwierig sei, die Hütten mit Wasser und Abwasser zum Abwaschen der Tassen zu versorgen, wird eine zentrale Waschstation eingerichtet, so dass jeder Genießer eine blitzblank gereinigte Tasse erhält.

Täglicher Besuch des Weihnachtsmannes

Neben dieser Neuerung gibt es auf dem Gardelegener Weihnachtsmarkt aber auch Bewährtes, so zum Beispiel die Eröffnung am Freitag, 13. Dezember, um 13 Uhr durch Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher, den täglichen Besuch des Weihnachtsmannes sowie zahlreiche Angebote für Gaben unter dem Weihnachtsbaum und das leibliche Wohl. Zudem gibt es wieder die Kunsteisbahn, auf der Groß und Klein ihre Runden drehen können.