Biesebrücke

Neubau in vollem Gange

Der Neubau der Brücke über die Biese in Beese hat begonnen. Während der Arbeiten kann der Verkehr dort zunächst weiter rollen.

Von Doreen Schulze

Beese l Im vergangenen Jahr – im Oktober – begannen die Vorbereitungen zum Brückenneubau über die Biese in Beese an der Landesstraße 15. Zum Jahresende wurden diese vorbereitenden Maßnahmen bereits abgeschlossen (Volksstimme berichtete). Nun stehen die Hauptarbeiten an. Und diese gehen gut voran. Seit dem 11. Januar diesen Jahres sind ausführende Firmen schon wieder vor Ort. Der Brückenneubau hat begonnen. „Wie liegen gut in der Zeit,“ erklärte Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde in Stendal, auf Anfrage.

Derzeit erfolgen Arbeiten im Unterwasserbereich. Die Grünundungsarbeiten werden fortgesetzt. Die Gründung nimmt die Lasten aus dem Bauwerk auf, um sie an den Untergrund weiterzugeben. Auf diese Gründung sollen dann die Widerlager errichtet werden. Das Widerlager trägt das Ende des Brückenüberbaus und leitet Kräfte aus diesem in den Baugrund ab. Standsicherheit soll somit gegeben werden. Zusätzlich sichert es im Übergang zum Brückenüberbau in dem es Erddruckkräfte aufnimmt.

Der Bauzeitplan sieht vor, dass im Oktober 2021 die Verkehrsfreigabe für dieses Bauwerk gegeben sein wird. Die neu errichtete Brücke muss zuvor an die Straßenführung angebracht werden. Dazu wird es im Sommer – voraussichtlich August/September – eine Vollsperrung der Strecke geben müssen. Während dieser Zeit wird es eine Umleitung geben, diese werde analog gestaltet, wie es schon 2019 während des Baus des Umfluters in Beese der Fall war. Damals erfolgte eine siebenmonatige Vollsperrung. Während die Straße zwischen Meßdorf und Brunau voll gesperrt sein wird, wird auch in diesem Jahr der Verkehr über Späningen, Biesenthal, Hagenau und Packebusch umgeleitet werden. Über den genauen Zeitpunkt dieser Verkehrsführung werde rechtzeitig informiert, hieß es dazu vom Regionalbereichsleiter.

Sobald der Straßenkörper an die neue, fertige Brücke angeschlossen ist, kann der Verkehr dort rollen. Dann sind die Arbeiten in Beese aber noch längst nicht abgeschlossen. Die alte Brücke muss dann noch abgerissen werden. Die bisherigen Zuwegungen sind zurück zubauen. Aber dies alles könne im Herbst diesen Jahres erfolgen, wenn Autos schon über das neue Bauwerk rollen.

Krüger schätzt ein, dass die komplette Maßnahme zu Weihnachten abgeschlossen sein wird. Und er ist zuversichtlich, dass der gesteckte Zeitplan eingehalten werden kann. Allerdings müsse bei einem Brückenbau auch mit Unwegbarkeiten gerechnet werden. Diese kommen vor allem im unterirdischen Teil zutage, also in jenem Bereich, in denen sich die Brücke unter Wasser befindet. Im Vorfeld dieser Maßnahmen sei oft nicht ersichtlich, welche Probleme sich ergeben können. Allerdings sind die Arbeiten in diesem Bereich so gut wie abgeschlossen. Die Witterung beeinflusse das Baugeschehen hingegen weniger. „Mit den modernen Materialien sind auch Betonierungsarbeiten bei Minusgraden machbar. Das Bauen bei den derzeitigen Temperaturen ist also kein Problem“, sagt Krüger. Zu Verzögerungen könnte es allerdings pandemiebedingt kommen.

Das Land investiert rund 2,1 Millionen Euro in den Ersatzneubau über die Biese, wie die Landesstraßenbaubehörde mitteilt.