Kloster Neuendorf l „Schön, dass Ihr gekommen seid“: Mit diesen Worten begrüßte Andreas Höppner am Sonnabend die Gäste des Neujahrsempfangs im Gemeindehaus. Der Ortsbürgermeister von Kloster Neuendorf fügte hinzu: „Ihr merkt, dass ich Du sage. Ich bin es so gewohnt, dass in Kloster alle Du sagen.“ Und daran sollte sich an diesem Tag auch nichts ändern.

Zum dritten Mal lud Höppner zum Neujahrsempfang ein, um einen Ausblick aufs angelaufene Jahr zu geben und auf die Ereignisse des zurückliegenden Jahres zu schauen. Denn obwohl die Klosteraner alle gut miteinander vernetzt seien und ihre eigene WhatsApp-Gruppe hätten, „kriegen nicht immer alle alles mit“, wie Höppner sagte.

Gruselnacht mit untoten Piraten

In diesem Jahr möchte sich die Kirchgemeinde Medientechnik zulegen, um beispielsweise beim Krippenspiel einen noch besseren Auftritt abliefern zu können. Wie der Ortsbürgermeister berichtete, werde der Ortschaftsrat das unterstützen. Neu anschaffen möchte er auch eine mobile Stromsäule. Neben den installierten Stromsäulen im Park und am Sportplatz solle die neue für Flexibilität bei Veranstaltungen sorgen. Am Sportplatz soll der Festplatz laut Höppner neu gestaltet werden. Bushaltehäuschen stehen dort und könnten als Buden genutzt werden. Der Platz soll außerdem neu gepflastert werden. Auf dem Dorfplatz plant der Ortschaftsrats, eine Info-Tafel aufzustellen. Am Gemeindehaus soll zudem ein Fahrradständer installiert werden.

Höppner nutzte den Empfang auch, um sich bei allen, die dazu beitragen, die Dorfgemeinschaft zu beleben, zu bedanken, etwa bei den Mitgliedern von Feuerwehr, Förder-, Sportverein und Ortschaftsrat, die zahlreiche Veranstaltungen organisieren. Als Beispiele nannte er Traditionsfeuer, Pfingstbaumaufstellen, Parkfest und die Klosteraner Gruselnacht. In diesem Jahr werden untote Piraten über den Laugebach die Klosteraner angreifen, verriet Höppner.

Brand zeigt, wie wichtig Feuerwehr ist

Einen besonderen Dank sprach der Ortsbürgermeister den Kameraden der Feuerwehr aus. Er könne sich noch genau erinnern, sagte er, wie er vorigen Mai mit dem Ortschaftsrat im Gemeindehaus gesessen und Rauch aufsteigen gesehen habe. Fra-Plast brannte. Auch Kameraden aus Kloster Neuendorf halfen beim Löschen. „Ein Brand zeigt erst, wie wichtig die Feuerwehr ist“, sagte Höppner. Er appellierte an die Einwohner, dass weitere von ihnen in die Wehr eintreten, denn sie werden gebraucht.

Die Namensliste mit all denen, die ein Dankeschön verdient hatten, war lang. Mit Blumen geehrt wurden schließlich Jana Kunkel, Silke Köhler, Sylke Höppner, Diana Lier und Silke Adolf. Die Frauen vom Förderverein unterstützen jedesmal die Aktionen im Ort. Und sie waren es auch, die im Vorfeld eine Chronik von den Aktivitäten des im Juni 2015 gegründeten Fördervereines zusammengestellt hatten. Erstmals wurde diese nun ausgestellt. „Erst gestern ist sie fertig geworden“, erklärte Sylke Höppner. Das Dankeschön vom Ortsbürgermeister für das Engagement im Dorf nahm sie gern an, gab es aber auch gleich wieder zurück: „Du bist es, der alles zusammenhält.“

Viel Unterstützung aus dem Dorf

Andreas Höppner freute sich über die Unterstützung der Einwohner bei der Gestaltung des aktiven Dorflebens, sei es in Form des tatkräftigen Anpackens oder in Form von Spenden. Und dabei gehe es nicht nur um Geld, so Höppner weiter. „Mal einen Kuchen backen oder ein Päckchen Kaffee geben, auch das hilft uns weiter.“

Die Klosterkapelle umrahmte den Empfang musikalisch. Im Anschluss blieb für die Gäste Zeit für angeregte Gespräche.