Gardelegen/Klötze l Er sei eigentlich kein Sammler und es habe auch alles ganz harmlos angefangen, erzählt Holger Erle. Jemand hatte dem Klötzer vor vier Jahren eine Basecap mitgebracht. Dabei trägt er, wie er lachend erzählt, nie eine. Dennoch gesellten sich schnell zwei weitere dazu, womit der Grundstock für die Sammlung gelegt war. Unbeabsichtigt, wie der Mitarbeiter in der Gardelegener Straßenmeisterei versichert.

Erst eine Basecap selbst gekauft

Da die Basecaps aber nun einmal da waren und nicht einfach so herumliegen sollten, hat er für sie an einer Wand in seiner Werkstatt Nägel in die Wand geschlagen, um sie aufzuhängen. Das blieb der Familie, den Freunden und Arbeitskollegen nicht verborgen, die ihm seitdem immer mal wieder neue Exemplare mitbringen, um peu à peu die Sammlung zu erweitern. Die Basecaps zieren unter anderem Logos von verschiedenen Bau- und Hydraulikfirmen, Auto- und Lkw-Marken sowie Bier- und Likörsorten und auch lustige Sprüche. Eine ist sogar mit einer kleinen Lampe ausgestattet. „Das ist sinnvoll für Angler“, erläutert Erle.

„Das wurde schnell ein Selbstläufer“, schmunzelt der Klötzer, „ich kümmere mich da eigentlich nicht drum.“ Und doch scheint er nun vom Sammelvirus befallen zu sein. Denn in diesem Jahr hat er sich zum ersten Mal im Ostsee-Urlaub in Warnemünde selbst eine Basecap für seine Sammlung gekauft, weil sie ihm so gut gefiel. Und sein Chef brachte ihm eine zitronengelbe Kappe aus seinem Teneriffa-Urlaub mit.

Alle drei Wochen wird geputzt

Alle Neuzugänge wurden zunächst wahllos zu den schon vorhandenen an die Wand gehängt, was irgendwann aber nicht mehr schön aussah, erzählt Erle weiter. Aus diesem Grund habe er ordentliche Bretter an der Wand angebracht, an denen die Basecaps, mit Zeitungspapier ausgestopft für die richtige Form, nun geordnet hängen. Vier lange Bretterreihen sind es mittlerweile, an denen die 69 Basecaps bewundert werden können. Derzeit sind noch drei Nägel frei, die darauf warten, behängt zu werden. Aber das wird wohl nicht mehr lange der Fall sein.

Auch wenn er nie sammeln wollte, kümmert sich Holger Erle doch intensiv um seine Sammlung, denn sie ist, wie er berichtet, auch mit Arbeit verbunden. Alle drei Wochen nimmt er die Basecaps herunter, um sie zu entstauben. Das dauert schon seine Zeit, muss laut Erle aber sein. „Das sieht schließlich nicht gut aus, wenn sie oben rum alle grau sind.“ Vor allem auf den schwarzen Käppis, von denen es die meistern in der Sammlung gibt, fällt das sofort ins Auge.