Gardelegen l Im Eingang Bertolt-Brecht-Straße 8 laufen derzeit die letzten Arbeiten. Die Mitarbeiter des Regiebetriebes der Wohnungsgenossenschaft (technischer Bereich) sind im Treppenhaus noch mit Malerarbeiten beschäftigt. Trotz einer Komplettsanierung der Eingänge Bertolt-Brecht-Straße 5 bis 8 blieben die hölzernen Treppengeländer aus tiefster DDR-Zeit – die Blöcke wurden um 1962 gebaut – stehen. Sie werden nur farblich aufgearbeitet. „Denn etwas vom alten Charme wollten wir schon erhalten“, sagt Henri Schulz, geschäftsführender Vorstand der Wohnungsgenossenschaft. Die Arbeiten im Eingang Nummer acht werden in Kürze abgeschlossen sein. In Kürze können die Mieter einziehen. Von sechs Wohnungen sind noch zwei zu haben.

Ähnlich wie bei den Blöcken an der Kant-Straße 3 bis 5 wurden auch an der Brecht-Straße die Wohnungszuschnitte verändert. Die ehemaligen Bäder und Küchen wurden zu einem Raum umgebaut und können nun als geräumige Wohnküche genutzt werden. Wie in der Kant-Straße handelt es sich bei den Blöcken an der Brecht-Straße um eine Art Gemeinschaftsprojekt mit der Wohnungsbaugesellschaft: zwei Eingänge gehören der Wobau (9 und 10) und ein Eingang der Wohnungsgenossenschaft. An der Immanuel-Kant-Straße ist es umgekehrt: ein Eingang wird von der Wobau vermietet und zwei von der Genossenschaft.

Baubeginn im vierten Quartal dieses Jahres

Die Bauarbeiten hatten Ende September des vorigen Jahres begonnen. Insgesamt hat die Wohnungsgenossenschaft in den dortigen Blöcken knapp 1,4 Millionen Euro investiert, 710.000 Euro in der Immanuel-Kant-Straße und 670.000 Euro in der Bertolt-Brecht-Straße. Die Komplettsanierung sei sehr aufwändig gewesen, vor allem auch die Erneuerung der Außenanlagen. „Wir wollen aber unsere Wohnungsbestände so ausrüsten, dass die Leute sich wohlfühlen und lange in ihren Wohnungen bleiben können“, betont Schulz.

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Der letzte Block in diesem Karree, die Bertolt-Brecht-Straße 3 und 4 mit 18 Wohneinheiten, soll auch saniert werden. Es wird sich aber nicht um eine Komplettsanierung handeln. „In den Wohnungen haben wir schon einiges gemacht“, so Schulz. Unter anderem wird jede Wohnung mit einem Balkon ausgerüstet. Die Erneuerung der Hausflure, Kellerdeckendämmung, Außenfassade, energetische Heizung und ein Vollwärmeschutz stehen auf dem Plan. Dazu kommen die Außenanlagen analog der Brecht- und Kant-Straße mit 18 neuen Stellplätzen. Die geschätzten Kosten liegen bei 770.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen im vierten Quartal beginnen und 2020 dann abgeschlossen sein.