Gardelegen l Ein Kleinspielfeld in den Maßen 13 mal 7 Meter mit Banden, Seiten- und Deckennetz, damit Bälle nicht auf benachbarte Grundstücke gelangen, zwei Kletterkombinationen, an denen mehrere Kinder verschiedenen Alters gleichzeitig klettern und hangeln können, darunter Fallschutzmatten sowie Gestaltungselemente als Kugeln und Halbkugeln und eine Wellenbank sind für die Erweiterung des Schulhofes der Otto-Reutter-Grundschule vorgesehen. So stellten es Vertreter des zuständigen Planungsbüros am Montagabend den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses vor.

Im Zuge der Umgestaltung der Hoffläche werde die Mauer im hinteren Bereich in der derzeit bestehenden Form weichen, wie Planer Steffen Klug vorstellte. Stattdessen werden schmiedeeiserne Zaunelemente, wie sie bereits im vorderen Bereich des Schulhofes vorzufinden sind, installiert. Wie Klug erklärte, werde im Rahmen der Hofgestaltung auch der Fachwerkgiebel des Nachbargebäudes saniert. Ein Holzschutzgutachten für den Giebel liege vor. Im unteren Bereich des Giebels müsse Holz ausgetauscht werden. Der gesamte Giebel werde verputzt, so Klug.

Kinder bestimmten Hofgestaltung mit

Für Gustav Wienecke, Vorsitzender des Bauausschusses, stellte sich allerdings die Frage, ob ein rund 18.000 Euro teures Kleinspielfeld notwendig sei. „Es ist ja zur Pausengestaltung da. Wenn es hoch kommt, wird das Spielfeld vielleicht eine Stunde am Tag genutzt“, sagte er. Dass das Areal von den Kindern häufiger genutzt werde, versicherte Sylvia Straßburg, Schulleiterin der Otto-Reutter-Grundschule. „Die Kinder der ersten und zweiten Klasse haben in der Regel vier Unterrichtsstunden. Wir betreuen diese Kinder aber von 7 bis 12.30 Uhr“, erläuterte Straßburg. Zudem stellte sie klar, dass die Vorschläge zur Schulhofgestaltung von Lehrern und Schülern gemeinsam getroffen wurden. Schon vor zwei Jahren hätten Kinder Bilder gemalt, wie sie sich ihren Schulhof vorstellen. Ein Fußballfeld sie ihnen dabei immer sehr wichtig gewesen, betonte Straßburg. Zudem machte die Schulleiterin deutlich, dass auch nach der Fertigstellung des Schulhofes dieser nicht ausreichen werde, um die Hortbetreuung dort stattfinden zu lassen. Die 170 Schulkinder werden weiterhin zum Hort an der OdF-Straße gehen müssen.

Der Kosten für das Schulhofprojekt belaufen sich auf etwa 200.000 Euro, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Die Stadt nutze dafür Ausgleichsbeträge aus der Städtebausanierung. Eine denkmalrechtliche Genehmigung des Projektes sei beantragt worden. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für diese Maßnahme aus. Am heutigen Mittwoch, 28. Februar, beschäftigt sich der Finanzausschuss mit der Thematik.