Gardelegen l Der Torwächter, ehemals Hüter der Stadt am Salzwedeler Tor und vor kurzem aus „Krankheitsgründen“ abmontiert, bewegt immer noch die Gemüter. Das zeigte sich während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Da ergriff Regina Lessing, Ortsbürgermeisterin von Letzlingen, die Gelegenheit, um dem hölzernen Mann Asyl anzubieten. Wenn man beim Vorbeifahren sehe, wie er so auf dem Gelände der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Südliche Altmark hinter dem Hopfentunnel liege, „kann er einem schon leid tun“. Das sei auch schon Thema mit den Vereinen im Dorf gewesen. Und die Letzlinger Petrijünger haben angeboten, dass er bei ihnen auf ihrem Vereinsgelände „Faule Breite“ aufgestellt werden könne, gab sie das Angebot der Angler weiter.

Es sei nicht das erste Angebot für einen neuen Standort, erklärte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig dazu. Doch Aufstellen könne man den Torwächter nicht mehr, da seine Standfestigkeit und somit die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet wäre. Aus diesem Grund werde sich Dagmar Bauer, Verantwortliche für den grünen Bereich in der Stadtverwaltung, nun um einen Platz kümmern, wo er, wie sie sagte, zur letzten Ruhe gebettet werden könne. An einen Ort gebunden sei diese letzte Ruhestätte nicht. Einen Transport, so schätzte die Bürgermeisterin ein, werde er wohl noch überleben. Das hörte sich für Lessing schon mal gut an, denn „liegen kann er bei uns auch“. Und der Transport selbst, da war sich die Ortsbürgermeisterin sicher, wird wohl auch zu organisieren sein.

Wacht über Angelgewässer

Entschieden ist zwar noch nichts. Aber es könnte durchaus sein, dass Gardelegens Torwächter - wenn auch liegend - künftig über das Letzlinger Angelgewässer wacht.