Freibad Potzehne

Start der Badesaison in Potzehne: Karibisches Flair beim Anbaden

„Sommer, Sonne, Sonnenschein“ – so wie das Motto des traditionellen Anbadens in Freibad Potzehne war in diesem Jahr auch das Wetter. Bei 27 Grad Luft- und 22 Grad Wassertemperatur sprangen zahlreiche kleine und große Badelustige ins kühle Nass und eröffneten die Saison.

Von Elke Weisbach
So zahlreich wie nie, waren die Potzehner Freibadbesucher der Einladung des Fördervereins zum Anbaden gefolgt. Und so sommerlich warm es auch selten in den vergangenen Jahren. Bei 27 Grad Luft- und 22 Grad Wassertemperatur war die Abkühlung jedem willkommen.
So zahlreich wie nie, waren die Potzehner Freibadbesucher der Einladung des Fördervereins zum Anbaden gefolgt. Und so sommerlich warm es auch selten in den vergangenen Jahren. Bei 27 Grad Luft- und 22 Grad Wassertemperatur war die Abkühlung jedem willkommen. Foto: Elke Weisbach

Potzehne - „Es ist das wärmste Anbaden seit Jahren, wie in der Karibik“, schwärmte Potzehnes Ortsbürgermeister Harald Rolletschek angesichts des Wetters am späten Freitagnachmittag. Im vergangenem Jahr war es 15 Grad kühl, aber auch bei 11 Grad wurde schon ins Wasser gesprungen. In diesem Jahr allerdings meinte es Klärchen gut. Es gab Sonne satt, so dass sich unzählige Besucher auf dem Freibadgelände tummelten.

Bevor es allerdings mit einem beherzten Sprung und teilweise in Kostümen vom Beckenrand ins Wasser ging, nutzte die Vorsitzende des Fördervereins, Claudia Plock, die Gelegenheit, um allen ein großes Dankeschön auszusprechen, die wieder mit viel Engagement dafür gesorgt hatten, dass sich die Pforten des Freibades öffnen konnten. Insgesamt waren es über 60 Helfer die mit anpackten oder Technik zur Verfügung stellten. Stellvertretend seien hier die fleißigen Senioren genannt, die wieder das Streichen der Bänke übernommen hatten. Ihre Vormittagseinsätze waren „echt super“, bedankte sich die Vereinsvorsitzende. Und für die Senioren in diesen Zeiten auch mal wieder eine gute Gelegenheit sich zu treffen und auszutauschen.

Über 60 Helfer für Badvorbereitung aktiv

Dabei dachte sie vor einiger Zeit noch, dass das Anbaden ins Wasser fallen würde, erzählte Plock. Während des ersten Arbeitseinsatzes im April, bei dem unter anderem viel Laub entsorgt und die lose Beschichtung im Becken beseitigt wurden, ein voller Erfolg war, war ein zweiter Termin nicht zu finden. Denn dabei sollte das große Becken gestrichen werden, aber es regnete ständig. Dann tat sich kurzfristig eine Lücke auf und schnell war eine Truppe von zehn Leuten zum Streicheinsatz vor Ort.

Nun konnte Wasser ins Becken gelassen werden, was ein neuerliches Problem offenbarte. Ein Schieber war kaputt. Hier half der Ortsbürgermeister, der auf dem kurzen Whats-App-Weg die Feuerwehr um Hilfe bat. Und die Einsatzkräfte waren schnell zur Stelle, um das Wasser wieder für die Reparatur herauszupumpen. Dafür bedankte sich Harald Rolletschek mit einem Gutschein bei den Kameraden, den er am Freitag Ortswehrleiter Stefan Fehse überreichte.

Und auch andere durften sich freuen. Der Ortsbürgermeister spendierte die zehn Freikarten für das Freibad Potzehne, die er und seine Frau Wilma Rolletschek als Wahlhelfer erhalten hatten, dem Jercheler Kinderheim Eulennest. Auch Claudia Plock stellte ihre fünf Freikarten zur Verfügung und verband die Verteilung mit einem Quiz.

Eine Frage lautete: Wieviel Beton wird für die neue Kegelbahn benötigt? Antwort: 15 Kubik. Und die kommen in den nächsten Tagen. Denn noch ist die Anlage, die nach vielen Jahrzehnten komplett saniert wird, ein Baustelle. Lange hatten der Förderverein und die Ortschaft dieses Projekt vor sich hergeschoben, erzählte Plock, aber da die beantragten Fördermittel für die Umgestaltung des Bades aus dem Bund-Länder-Investitionspakt Sportstätten in diesem Jahr nicht bewilligt wurden (Volksstimme berichtete), beschloss der Vereinsvorstand die Kegelbahn nun doch in Angriff zu nehmen. Dafür konnten laut Plock zahlreiche Sponsoren und Unterstützer gewonnen werden, auch wenn die finanziellen Mittel zum Beispiel für neue Kegel und Kugeln noch nicht ganz ausreichen. Einen weiteren Obolus aber gab es noch am Freitag von der Jagdgenossenschaft Jerchel.

Startschuss für Badesaison mit Sprung ins kühle Nass

Dann endlich war es soweit. Mit dem Wunsch von Claudia Plock auf eine „tolle Badesaison“ und „dass wir unser Bad noch lange genießen können“ wurde mit einem gemeinsamen Sprung vom Beckenrand offiziell angebadet. Anschließend waren alle Besucher und Badelustigen auch noch auf Bratwurst und Buletten eingeladen, für die Annette Sladczyk sorgte, die vom Förderverein den Kioskbetrieb übernommen hat.

Ortsbürgermeister Harald Rolletschek (links) hatte eine Dankesgutschein für die Feuerwehr, den er Ortswehrleiter Stefan Fehse überreichte.
Ortsbürgermeister Harald Rolletschek (links) hatte eine Dankesgutschein für die Feuerwehr, den er Ortswehrleiter Stefan Fehse überreichte.
Eke Weisbach