Trüstedt l Ab und an zog am Sonnabendnachmittag eine dunkle Wolke über das Dorf. Und die Frauen und Männer vom Team Trüstedt schauten mit besorgtem Blick gen Himmel. Aber das Wetter hielt sich. Auch wenn die Natur den Regen der letzten Tage dringend gebraucht hat, so sollte das traditionelle Trüstedter Teichfest natürlich nicht ins Wasser fallen. Dennoch waren zwei große Zelte aufgebaut, die aber auch als Sonnenschutz dienten.

Zielen und Schießen um Wildbret- und Sachprei

Und das Regenwasser zuvor hatte noch etwas Gutes bewirkt. Denn der Wasserstand im Teich war so hoch, dass dieser auch mit Schlauchbooten befahren werden konnte. Das war wieder ein großer Spaß für Groß und Klein. Und es gab noch mehr zu erleben, nachdem sich die zahlreichen Gäste auf dem Dorfplatz den selbst gebackenen Kuchen – 21 waren im Angebot – und Kaffee hatten schmecken lassen. So konnte jeder mit einem Laserpunktgewehr, das sich das Trüstedter Organisationskomitee von den Letzlinger Heideschützen ausgeliehen hatten, seine Treffsicherheit unter Beweis stellen und einen tollen Wildbret- oder Sachpreis erringen. Das war auch beim Torwandschießen der Fall.

 Die Kinder hatten zudem viel Spaß auf der Hüpfburg. Und für das leibliche Wohl war nicht nur mit Kaffee und Kuchen und später mit gebackenem Schwein gesorgt, es gab auch Leckereien für zwischendurch, die vor allem bei den Mädchen und Jungen sehr beliebt waren. Die 13-jährige Vivien Lilge hatte gemeinsam mit ihrer besten Freundin Laura Hosang (13) aus Seethen die „Cocktailbar“ aufgebaut, an der selbst gemachte Limonade und Bonbons, Zuckerwatte in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Wassereis im Angebot waren. Unterstützt wurden die beiden in diesem Jahr auch noch von Katja Schneider (13) aus Jävenitz, sodass sich Viviens Oma Karin Cornelsen aus Berlin einen schönen Nachmittag machen konnte

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Wie sie erzählte, hatte Vivien vor drei Jahren den Wunsch, beim Teichfest in ihrem Heimatdorf an einem Stand selbst gemachte Limonade anzubieten. Und als Oma hat Karin Cornelsen diesen Wunsch unterstützt und gemeinsam mit der Enkelin umgesetzt. Die Oma nähte unter anderem die grünen und bunt verzierten Schürzen und Käppis, „damit wir alle schick aussehen“, erzählte sie. Und da das Angebot der „Cocktailbar“ schon beim ersten Mal gut ankam, wurde das Sortiment erweitert. In diesem Jahr war Vivien mit ihren Freundinnen schon zum dritten Mal dabei. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.