Gardelegen l Sonnabendmittag haben aufmerksame Bürger bemerkt, dass der Gardelegener Roland auf dem Rathausplatz nicht mehr nur sein Schwert und Schild, sondern plötzlich auch ein Kreuz trägt. Dessen Inschrift lautete: „Deutsche Opfer durch Migranten. Das deutsche Volk“. Von den Verursachern fehlt indes jede Spur. Die Polizei wurde informiert.

Wie Stephan Blume, Polizeioberkommissar vom Polizeirevier Salzwedel, auf Volksstimme-Nachfrage erklärte, handele es sich dabei um die „Aktion schwarze Kreuze“, mit der an deutsche Opfer von Migranten gedacht werden soll. Diese Aktion gibt es bundesweit. In Gardelegen wurde das Kreuz bereits entfernt und dem Ordnungsamt der Stadt übergeben. Das Aufstellen der Kreuze habe keine strafrechtliche Relevanz.

Rechter Musiker gab die Idee

Laut Internet-Recherche soll nach dem Willen des Ideengebers, eines rechtsextremistischen Musikers aus Berlin, jedes Jahr am 13. Juli der deutschen „Opfer von Ausländergewalt“ gedacht werden. Beginn der Aktion war 2014. Ziel ist die Etablierung eines „Volkstrauertages“ rechter Gesinnung.