Letzlingen l „Eigentlich sind wir Letzlinger Bürger stolz darauf, mit dem Jagdschloss Letzlingen ein sogenanntes Kleinod zu besitzen.“ Das macht Klaus Albustin aus dem Heidedorf in einem Brief an die Volksstimme deutlich. Auch bescheinigt er dem Schloss und der Anlage in der Verantwortung der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren „eine positive Entwicklung“. Erhebliche finanzielle Mittel flossen in die Sanierung und die Ausstattung. Doch es folgt ein großes „aber“, denn leider gebe es ein großes Problem. Es geht um den Zustand des Schlossgrabens rund um das historische Hauptgebäude herum.

„So wie er sich momentan präsentiert, ist er ein einziger Schandfleck. Er schmälert insgesamt den Blick auf die gesamte Schlossanlage sehr negativ“, so Albustin. Er nennt den Zustand „erbärmlich“ und fragt, ob sich denn niemand verantwortlich fühle, für einen umweltgerechten Zustand des Schlossgrabens zu sorgen.

Trockenheit verschlimmert das Problem

Der Kulturstiftung ist das Problem nicht nur bekannt, sondern es werde auch schon seit Jahren daran gearbeitet, Abhilfe zu schaffen. So wurde der Graben vor ein paar Jahren schon einmal ordentlich entschlammt. Allerdings gibt es vor Ort ein ganz großes Problem. „Uns fehlt dort einfach das Wasser“, macht Ralf Lindemann, Baudirektor der Kulturstiftung, auf Nachfrage der Volksstimme deutlich. Sämtliches Regenwasser von den Dachflächen des Schloss-Ensembles und vom Marktplatz Letzlingen werde in den Schlossgraben geleitet, doch es reicht nicht, um ihn mit Wasser zu füllen.

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Dreiviertel des Rund liegen trocken. Nur vereinzelte Pützen sind derzeit in den hinteren Bereichen nach den Regenfällen in den vergangenen Wintermonaten zu sehen. Sie reichen nach den vergangenen zwei sehr trockenen Jahren aber bei weitem nicht aus, um eine Wasserfläche zu schaffen. Die aktuellen Überlegungen der Kulturstiftung zur Behebung des Wasserproblems gehen laut Lindemann derzeit in die Richtung, einen Überlauf von einem Feuerlöschbrunnen in der Nähe zu schaffen, der einen Wasserüberschuss aufweist. Konkret seit das aber noch nicht.

Vier Heizkessel werden ausgetauscht

Obwohl das Letzlinger Jagdschloss, wie Lindemann es ausdrückte, „durchsaniert“ ist, gebe es natürlich immer wieder Pflegearbeiten, die gemacht werden müssen. In diesem Jahr sollen und müssen beispielsweise die vier Kessel der Heizungsanlage ausgetauscht werden. „Sie haben mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel“, erklärt der Baudirektor.

Zudem wurde bereits an einer Seite damit begonnen, die Schlossmauer zu sanieren. Salz- und Putzschäden werden beseitigt. In einem ersten Abschnitt sei das schon erfolgt. Dieser müsse im Frühjahr aber noch mit frischer Farbe versehen werden.