Gardelegen l Zwei erste und zwei dritte Plätze – die Jury konnte sich beim Vorlesewettbewerb der vierten Klassen der Grundschulen im Bereich der Stadt Gardelegen nicht entscheiden, denn zu dicht lagen die Leseleistungen der acht Mädchen und Jungen beieinander, die alle sehr gute Ergebnisse präsentierten – sowohl in der Kür als auch in der Pflicht. Lange wurde in der Gardeleger Stadt-, Kreis und Gymnasialbibliothek hinter verschlossener Tür ausgewertet, bewertet und diskutiert. Schließlich einigte sich die Jury darauf, auf einen zweiten Platz zu verzichten und stattdessen zwei erste und zwei dritte Plätze zu vergeben. Isabel Blume von der Miester Grundschule und Michelle Hötling von der Letzlinger Grundschule sind die Sieger des Vorlesewettbewerbes der vierten Klassen.

Sehr gute Leseleistung

Den dritten Platz teilen sich Anni Reps von der Reutter-Grundschule und Jette Hanke von der evangelischen Grundschule Gardelegen. Adele Bräu (Goethe-Grundschule), Florian Hannes (Wander-Grundschule), Jeróme Büchau (Grundschule Jävenitz) und Marlene Lemke (Astrid-Lindgren-Grundschule Kalbe) erreichten den vierten Platz. „Denn Verlierer gibt es bei diesem Wettbewerb nicht“, betonte Heike Pick, Leiterin der Kalbenser Grundschule, die dieses Mal für die Jury und Moderation des Vorlesewettbewerbes zuständig war. Wie schon beim Wettbewerb der zweiten und dritten Klassen mussten auch die Viertklässler eine Kür absolvieren mit einem Text aus ihrem Lieblingsbuch. In der Pflicht galt es für die Schüler einen ihnen bis dato völlig unbekannten Text vorzulesen, mit dem sie sich nur wenige Minuten vertraut machen konnten. In diesem Fall ging es um eine sächsische Erfindung, um die Erfindung des Kaffeefilters von Melitta Bentz aus Dresden vor mehr als 100 Jahren. Und dieser Text enthielt schon so einige Schwierigkeiten.

Letztendlich gingen alle Vorleser als Sieger nach Hause, denn für alle gab es schöne Buchpreise. Mit dem Vorlesen der vierten Klassen endet der diesjährige Wettbewerb der Grundschulen. Damit endet allerdings auch die Geschichte des Wanderpokals für die Schule, die in der aktuellen Runde die meisten Sieger im Vorlesen stellt. Der Lesefuchs steht nicht mehr als Wanderpokal zur Verfügung. Der bleibt jetzt für immer in der Reutter-Grundschule. „Wir halten das mit dem Wanderpokal wie beim Sport“, wie Bibliotheksleiterin Laura Zerneke schmunzelnd anmerkte. Die Reutter-Grundschule konnte dreimal in Folge den Lesefuchs gewinnen. Und somit dürfen die Reutter-Grundschüler den plüschig-putzigen Wanderpokal behalten.

Bilder

Isabel Blume belegt 1. Platz

Sein Nachfolger, der Leselöwe mit einem Metallschild um den Hals mit der Aufschrift „Beste Leseschule“, ist allerdings nicht weniger putzig und knuffig. Und den konnte am Mittwochnachmittag Isabel Blume von der Miester Grundschule in Empfang nehmen. Dort wird er nun für ein Jahr aufpassen, dass die Miester Grundschüler auch weiter fleißig das Lesen üben. Verbunden mit dem Wanderpokal ist auch eine Auszeichnungsveranstaltung für die gesamte Grundschule.