Lindstedt l Eine grausige Entdeckung machte Schäfer Bernd Feißel, als er am Donnerstag seine Schafherde mit zirka 60 Tieren kontrollieren und nach dem Rechten sehen wollte. Fünf seiner Tiere waren tot. Es handelte sich um zwei trächtige Muttertiere sowie um drei Lämmer. Ein weiteres Lamm war mit Verletzungen davongekommen. Die Weide befindet sich in der Gemarkung Lindstedt.

Für Feißel steht fest: „Das war der Wolf.“ Um die Vermutung zu bestätigen, wurde das Wolfskompetenzzentrums Iden verständigt. Eine Mitarbeiterin war vor Ort. Eine Bestätigung, ob es sich um Wolfsrisse handelt, gab es gestern auf Nachfrage im Landesamt für Umweltschutz in Sachsen-Anhalt noch nicht. Wie Pressesprecherin Ines Wahl erläuterte, werden an den Tötungsbissen DNA-Proben genommen, die ausgewertet werden müssen. Das dauert bis zu sechs Wochen.

Bernd Feißel ist nun bereits das zweite Mal Opfer einer mutmaßlichen Wolfsattacke geworden. Bereits im März 2019 riss ein Wolf sieben seiner Tiere – darunter drei trächtige Mutterschafe und vier Lämmer. Er fand sie verteilt auf der Weide und auf benachbarten Flächen vor.