Gardelegen l Mit viel positiver Energie, fröhlicher Musik und Tanzaktionen ist es in den zurückliegenden Jahren gelungen, die Protestaktion „One Billion Rising“ auch in Gardelegen als Symbol weltweiter Frauensolidarität zu etablieren. Mehr als 200 Frauen, Männer und Kinder aus dem Altmarkkreis Salzwedel kamen dafür auf den Rathausplatz der Hansestadt zusammen, um ein klares Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern sowie für Gleichberechtigung.

„Ich freue mich, dass ich heute hier stehen darf. ‚One Billion Rising‘ ist ein besonderer Aktionstag“, erklärte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher den Teilnehmern. Sie finde super, dass sich an einem Mittwoch so viele Menschen auf dem Rathausplatz versammelt hätten, um bei so einem wichtigen Thema ein Zeichen zu setzen.

Frauenhaus unterstützt Projekt mit einem Stan

„Man muss sich vergegenwärtigen, dass jede dritte Frau in ihrem Leben mit sexueller oder körperlicher Gewalt in Berührung kommt“, machte Schumacher deutlich. Für diesen Fall sei es wichtig, dass Frauen wissen, wo sie Hilfe erhalten.„Darum freue ich mich, dass heute auch Mitarbeiter des Frauenhauses zu Gast in Gardelegen sind“, erklärte sie mit Blick auf den Stand der Salzwedeler Einrichtung.

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„Es war uns außerdem ein besonderes Anliegen, Menschen mit Behinderung einzubinden“, berichtete zudem Claudia Constabel vom Kreissportbund Altmark West, Projektträger der Veranstaltung. Und das ist gelungen. Mitarbeiter der Lebenshilfe Gardelegen tanzten mit. Das Christliche Jugenddorf Salzwedel war mit seiner Trommelgruppe dabei. An Informationsständen verschiedener Einrichtungen und Institutionen konnten sich Interessenten auch über häusliche Gewalt, Integration durch Sport sowie Inklusion informieren.

Teilnehmer tanzen mit voller Energie

Eröffnet wurde die Veranstaltung hingegen von Outplace, der Band der Außenstelle Gardelegen der Kreismusikschule des Altmarkkreises Salzwedel unter der Leitung von Jürgen Genz. Romy Topf, Mitarbeiterin der Stadt-, Kreis- und Gymnasialbibliothek in Gardelegen, ging in einer Rede auf das Thema Gleichberechtigung ein und betonte, dass es in der heutigen Zeit wichtiger denn je sei. Höhepunkt der Veranstaltung war dann der Tanzflashmob mit Tanzlehrer Eddy Adnan Fadahl, der am Mittwoch die Bewegungen zeigte, die von den mehr als 200 Teilnehmern nachgetanzt wurden.

Abschließend stiegen als Zeichen von Frieden, Glück und Liebe zwölf weiße Tauben in den Himmel auf. „Wir haben uns in diesem Jahr bewusst gegen Luftballons entschieden“, sagte Claudia Constabel, die sich sehr freute, dass so viele Interessenten bei der Veranstaltung mit dabei waren. Gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie im Altmarkkreis und in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Gardelegen, dem Kreissportbund sowie der Tanzschule Müller konnte die Veranstaltung organisiert werden. Neben dem Projekt „Stark im Sport“ des Landessportbundes unterstützt auch die örtliche Teilhabe des Altmarkkreises diese Initiative.