Kalbe/Winterfeld l „Wenn ich unsere Schüler so anschauen, dann geht mir das Herz auf“, begrüßte Ulf Gahrns, Schulleiter der Sekundarschule “Johann-Friedrich-Danneil” in Kalbe die diesjährigen Schulabgänger und deren Eltern. Hübsch zurecht haben sich die Zehntklässler gemacht, um im Gasthaus „Wieseneck“ in Winterfeld ihre Abschlusszeugnisse entgegenzunehmen. Auch wenn im Großen und Ganzen die Ergebnisse der Prüfungen längst bekannt waren, waren die Schüler doch aufgeregt. Schließlich war diese Zeugnisausgabe anders als alle bisherigen zuvor. Diesmal endete mit dem Empfang der Zeugnisse die Schulzeit, eine Zeit des Lernens und der Vorbereitungen auf die Prüfungen.

Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. „Voller Stolz und Zufriedenheit“ teilte Gahrns mit, dass alle 32 Schüler der beiden zehnten Klassen einen Abschluss erreicht haben. So wurde ein Hauptschulabschluss vergeben. 19 Schüler erhielten einen Realschulabschluss. Und zwölf Schüler erreichten den erweiterten Realschulabschluss. „Das sind immerhin 40 Prozent“, machte der Schulleiter deutlich.

40 Prozent schafften erweiterten Abschluss

Die Schulzeit sei nun beendet. Aber in Zukunft wird es auch Neues zu erlernen geben, sind neue Herausforderungen zu bewältigen. Gahrns sei sich aber sicher, wie er in seiner Ansprache sagte, dass die Absolventen diesen Herausforderungen gewachsen sein werden.

Doch bevor die Schulabgänger den Weg in die Zukunft beschreiten werden, blickte Gahrns auf die Schulzeit zurück. Er erinnerte daran, dass sie vor knapp zehn Jahren ebenfalls hübsch angekleidet und mit schmucken Frisuren in einer Schule saßen: zu ihr Einschulung. „Damit Ihr nicht immer fragen musstet: ‚Was steht denn da?‘ Ihr wart neugierig, wissbegierig. Und mit dem Lesen habt ihr auch das Schreiben erlernt. Hinzu kam die Mathematik. Und mehr und mehr nahmen Schule und das Lernen Zeit in Anspruch. In die 7. Und 8. Klasse sei das Hauptaugenmerk nicht unbedingt das lernen gewesen. „Viele von euch hatten mit dem Erwachsen werden zu tun, bei manchen kam auch die erste Liebe hinzu.“ Und doch habe die Mehrheit den richtigen Weg gefunden, trotz all dieser neuen Erfahrungen sich in den Unterricht einzubringen. Oft noch rechtzeitig genug, um den Weg zum gelungenen Schulabschluss zu beschreiten.

Auf's Leben vorbereitet

Neben den Zeugnissen teilte der Schulleiter am Freitag auch Präsente des Schulfördervereines aus. Chris Laube und Ann-Christin Potas erhielten für sportliche Leistungen eine Anerkennung. Für schulische Leistungen, die sich nicht in Noten widerspiegeln, gab es Ehrungen für Dustin Strauß, Lucas Müller, Serina Buge und Elias Czulkowski.

Gahrns bedankte sich bei den Schülern dieses Jahrganges. Er bedankte sich für den „wunderbaren letzten Schultag mit tollem Programm, aber vielleicht ein bisschen viel Rasierschaum“. Er bedankte sich für die guten Lernergebnisse, auch für kritische Worte, für das große Vertrauen, für Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit: „Schön, dass Ihr da wart.“

Blumen für die Lehrer

Die Schüler gaben den Dank an die Lehrer zurück. „Sie haben uns lange auf die Zukunft vorbereitet“, sagte Chris Laube (10b). Und Ann-Christin Potas (10a), fügte hinzu, dass die Lehrer „froh sind, wieder einen Jahrgang auf den Weg gebracht zu haben. Die Eltern sind stolz auf die erbrachten Leistungen und wir sind einfach nur froh, dass vorerst die Paukerei ein Ende hat.“ Sie und weitere Schulabgänger überreichten jedem Lehrer, der sie in den vergangenen Schuljahren unterrichtete und bei der Zeugnisübergabe anwesend war, einen Blumenstrauß. Einen besonderen Dank sprachen sie ihren Klassenlehrern aus: Petra Tuchlintsky (10b) sowie Helmut Schmundt (10a). Er übernahm die Klasse in diesem Schuljahr von Gabriela Steinborn, die krankheitsbedingt ihre Klassen abgeben musste. Sie hatte diese von der siebten Klasse an. Zuvor war Kerstin Benecke Klassenlehrerin.

Im Anschluss an die feierliche Zeugnisübergabe folgte der Abschlussball.