Parey l „Hier kann man wirklich sagen: Ende gut, alles gut“, betonte Volker Zunder, stellvertretender Bürgermeister in Elbe-Parey. Denn das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dank der Bewilligung von Fördermitteln aus dem Hochwasserprogramm konnten die Wege teils mit Asphalt, teils in Betonspuren ausgebaut werden. Bereits im Sommer ging es los und erfolgte in mehreren Etappen: In der Westkolonie musste der Unterbau noch einmal ausgebessert werden, weil bis zum Aufbringen der Schwarzdecke zu viel Zeit vergangenen war und während der Regenperioden viele Löcher entstanden. Rings um „Gladows Loch“ wurden noch im Sommer Betonspuren gebaut, wobei es so heiß war, dass trotz des Wässerns Trockenrisse entstanden und auch hier Reparaturen erfolgen mussten. Und das größte „Drama“ begann, als Mitte September zunächst ohne Ankündigung die ersten alten Betonplatten aus dem Siedlungsweg ausgebaut wurden, was den Zorn einiger Anwohner erregte. Es gab dann ein Gespräch mit Vertretern der Gemeindeverwaltung vor Ort, erinnerte Volker Zunder.

Es war keine leichte Zeit für die Anwohner der Siedlung. Sie konnten nur noch über die Umleitung hinter dem Dorf, die auch von der Landwirtschaft und als Zuwegung für den Deichbau intensiv genutzt wurde, in die Nähe ihrer Häuser gelangen und mussten zeitweise ihre Autos außerhalb stehen lassen, weil gar nichts mehr ging, bis endlich der Unterbau eingebracht war.

Insgesamt sind 2543 Meter Wege in diesem Zuge ausgebaut worden, berichtete Volker Zunder. Davon sind 1500 Meter in Asphalt und die restlichen 1043 Meter als Betonspuren befestigt worden. Dass ein höherer Anteil in Asphalt gebaut wurde als zunächst vorgesehen, hatte seinen Grund darin, dass sonst die Zuwegung zur Siedlung viel zu lange gar nicht mehr möglich gewesen wäre. Denn die Abbindezeit für Beton beträgt 21 Tage, betonte Zunder. „In der Planungsphase hatten wir immer noch den Weg unterhalb des Deiches als Notzuwegung im Kopf. Als es dann ernst wurde, war der einfach nicht mehr da, weil zeitgleich der Deich an dieser Stelle erhöht wurde.“

Während des Baus habe es sich dann gezeigt, dass am Ende des Weges eine weiche Stelle zusätzliche Kosten verursacht, die auch erst wieder vom Fördermittelgeber genehmigt werden mussten.

„Ich möchte Ihnen für Ihre Geduld danken“, sagte Volker Zunder zu den Anwohnern. „Und ich möchte Ihnen wünschen, dass dieser Weg eine lange Lebensdauer hat.“ Er könne sich noch an Erzählungen von älteren Leuten erinnern, dass hier gar nichts mehr ging, wenn Winter war. Der Plattenweg sei dann schon eine Errungenschaft gewesen.

Mit diesem Deichverteidigungsweg sei also zugleich auch eine gute Lösung für die Anlieger und für die Landwirtschaft gefunden worden.

In den nächsten Jahren werde es noch weitere Arbeiten am Deich geben, die immer wieder die Wege in Mitleidenschaft ziehen werden, blickte Zunder nach vorn und betonte, dass dieser neue Weg davon weitgehend freigehalten werden solle. Dafür spricht auch, dass der parallele Deichabschnitt hinter der Siedlung gut eine Woche zuvor fertiggestellt werden konnte und sich die Arbeiten nun auf andere Abschnitte konzentrieren werden.