Elbe-Parey l Am  Freitag wird Nicole Golz ihren Dienst als Bürgermeisterin der Gemeinde Elbe-Parey antreten. Vereidigt wurde sie Dienstagabend in der Gemeinderatssitzung. Zahlreiche Bürger waren als Gäste zu dieser Sitzung gekommen und begleiteten die Ernennung mit herzlichem Applaus. Einige sprachen auch persönlich ihre guten Wünsche und ihre Hoffnungen für die Zukunft aus.

Fast vollzählig anwesend war der Gemeinderat. Die bisherige Bürgermeisterin Jutta Mannewitz war jedoch nicht erschienen.

Vor der Vereidigung gab es ­einen formellen Pflichtakt zu erfüllen: Der stellvertretende Bürgermeister Volker Zunder verlas einen Brief von Nicole Golz, womit sie ihre Mandate als Gemeinderats- und Ortschaftsratsmitglied und damit auch als Ortsbürgermeisterin von Parey mit Wirkung vom 17. Dezember niederlegt. Das ist Voraussetzung für den Amtsantritt als hauptamtliche Bürgermeisterin.

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Als Wahlleiter werde er nun die Nachfolgekandidaten für beide Gremien anschreiben, erklärte Zunder. Das sind für den Gemeinderat Jörg Schulze-Wext aus Bergzow und für den Ortschaftsrat Wilfried Vaupel. Aus dem Pareyer Ortschaftsrat muss dann eine neue Ortsbürgermeisterin oder ein Ortsbürgermeister gewählt werden.

„Ich trete dieses Amt an voller Zuversicht und Freude, und mit der Zusage an die Menschen in der Gemeinde, dass ich mich mit voller Kraft für sie einsetzten werde“, sagte Nicole Golz nach ihrer Ernennung. Das zurückliegende Jahr sei wohl eines der turbulentesten Jahre ihres Lebens gewesen, und sie habe gelernt, dass es sich lohnt, für seine Ziele einzustehen. Sie dankte allen, die sie auf dem Weg hierher unterstützt haben – Familie, Freunden, allen Bürgern, die sie gewählt haben, und besonders auch Pareys Alt-Bürgermeister Bernhard Melchert, der ihr mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe. Melchert war auch unter den Gästen.

Mit Arbeit überzeugen

Rückblickend auf die Wahl, die ja nun schon ein halbes Jahr zurückliegt, erinnerte Nicole Golz an die sehr hohe Beteiligung. Das habe ihr gezeigt, dass die Bürger in Elbe-Parey nicht politikverdrossen sind, sondern etwas ändern und die Zukunft gestalten wollen. Sie hoffe, dass sie in den bevorstehenden sieben Jahren auch diejenigen, die sie nicht gewählt haben, von ihrer Arbeit überzeugen kann, sagte sie.

Einzelheiten dazu, was sie in ihrem neuen Amt tun wolle, gab sie noch nicht preis. Das wolle sie sich für den tatsächlichen Beginn ihrer Amtszeit aufheben, betonte sie. Deutlich machte sie aber, Entscheidungen gemeinsam mit dem Gemeinderat treffen zu wollen, intensiv mit den Räten zusammenzuarbeiten und Entscheidungen transparent für den Bürger zu vollziehen.

Dass die Haushaltskonsolidierung oberstes Ziel ist, daran ließ sie keinen Zweifel. Jedoch wolle sie alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Situation zu verbessern, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten. Sie habe vor, den Haushalt 2016 in den ersten drei Monaten des neuen Jahres aufzustellen und zu verabschieden, damit die Gemeinde arbeitsfähig ist.

Damit sie nun ohne Zeitverlust anfangen kann, habe sie bereits ein wenig vorgearbeitet. Sie sei überzeugt, dass man vieles besser machen könne als bisher. Besonderes Augenmerk wolle sie auf die Unterstützung der Wirtschaft – sowohl Industrie als auch Gewerbe und Landwirtschaft – legen. „Wir können es uns nicht leisten, Unternehmen zu verlieren“, betonte sie.

Wirtschaft unterstützen, Vereine fö

Nach wie vor wolle sie auch das reiche Vereinsleben in den Ortschaften unterstützen, denn Vereinsarbeit und ehrenamtliche Tätigkeiten sorgen für das soziale Miteinander und den Zusammenhalt der Gemeinde. Sie halte es für wichtig, dass Sportstätten und andere Einrichtungen bestehen bleiben, damit Vereinsarbeit gelebt werden könne.

Sie werde nicht jeden Wunsch der Bürger erfüllen können, machte sie abschließend klar. Sie rief aber die Gemeinderäte und die Bürger dazu auf, gemeinsam zu versuchen, so viele Ziele und Wünsche wie möglich umzusetzen. Sie werde ihre ganze Energie darauf konzentrieren „und einfach loslegen.“