Genthin l Vereinsvorsitzender Peter Tietz beschränkte sich im Rechenschaftsbericht zunächst auf das Wesentliche.

Er resümierte traditionell das Wettkampfgeschehen des Vereins im vergangenen Jahr. Auch 2016, führte er aus, sei es zu keinem Vorkommnis mit Waffen und Munition gekommen.

Die Teilnehmerzahl an Pflichtwettbewerben, das sind die Vereinsmeisterschaften in den jeweiligen Disziplinen, habe sich bei etwa zwölf Schützen eingepegelt. Der Verein zählt derzeit 38 Mitglieder.

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Guter Gastgeber

Ausführlicher ging Tietz auf die Pokalschießen ein, die der Verein anbietet, etwa den Neujahrspokal, den Stremmepokal, den Speepokal und den Zietenpokal. Es habe sich herumgesprochen, dass der Genthiner Schützenverein ein guter Gastgeber sei und die Wettkämpfe gut vorbereitet seien, führte Tietz aus. Schützen anderer Schießsportverbände, unter anderem des BDMP und des Kyffhäuserbundes, hätten sich in die Wettkampflisten eingeschrieben.

Tietz rief in Erinnerung, dass der Firmenpokal mit zwölf Mannschaften im vergangenen Jahr einen Teilnehmerrekord erzielte.

Auf Vordermann

Er ging im Rechenschaftsbericht darauf ein, dass das Dach auf dem Schießstand in Altenklitsche im Herbst komplett saniert wurde. Das Vorhaben wurde anteilig von der Kommune getragen. Dazu kam die komplette Instandsetzung der Seilanlagen. Außerdem wurde diverses Werkzeug erworben.

In die Investitionen flossen anteilig Erlöse aus Standgebühren und Spenden der Vereinsmitglieder, wozu sie sich per Beschluss verpflichtet hatten.

In der sich anschließenden Diskussion verwies Günther Hahn darauf, dass die Arbeiten am Schießstand Investition seien, die sich gelohnt hätten. „Es wäre gut, wenn wir den Stand mit Leben erfüllen.“

Darauf erwiderte Peter Tietz: „Wir haben uns bemüht, etwas auf die Beine zu stellen. „Es macht keinen Spaß, wenn sich keine Resonanz einstellt.“ Es sei das gleiche Maß an Arbeit zu leisten, egal ob drei oder 30 Schützen an den Start gingen. Tietz präsentierte den Verein selbstbewusst: „Wir sind ein Verein, der ermöglicht, Wettkämpfe in guter Qualität abzuliefern.“

Der Vereinsvorsitzende bedankte sich dann bei allen Helfern der „zweiten Reihe“, ohne die der Verein solche Wettkämpfe nicht anbieten könne.

Nachdem der Vorstand entlastet war, entschied sich die Mitgliederversammlung dafür, einen erweiterten Vorstand zu wählen, um die Vorstandsarbeit zukünftig auf breitere Schultern zu verteilen.

Schweigsamer Tietz

In der dann folgenden Diskussion übte Walter Müller, 2. Vorsitzender des Vereins, der sich unter anderem besonders für den Schießstand in Altenklitsche engagiert, Kritik an die Vorstandsarbeit von Peter Tietz.

Er lastete dem offensichtlich überraschten Vorsitzenden unter anderem eine mangelhafte Zusammenarbeit im Vorstand, unregelmäßige Vorstandssitzungen, die Nichtinanspruchnahme von Fördermitteln und die mangelnde Aussprachen über Auszeichnungen an. Müller wurde sehr deutlich. „Wir haben keine Gemeinschaft mehr.“

Peter Tietz erwiderte die Vorwürfe nicht.

Als später die Vorschläge für den zu wählenden Vorstand unterbreitet wurden, schlug Müller die 45-jährige Marion Martin aus Königsborn als Vorsitzende vor, die sich mit 12 Ja-, 2 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen gegen Peter Tietz mit 6 Ja-, 6 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen durchsetzte.

Marion Martin gehört seit einem Jahr dem Genthiner Schützenverein an und ist auch Vereinsmeisterin.

Peter Tietz wurde für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden vorgeschlagen. Er lehnte es allerdings ab, sodass er letztlich aus dem Vorstand ausschied.

Die nächste Veranstaltung der Genthiner Schützen wird am 25. März das Schießen um den Speepokal im Stadtkulturhaus sein.